Jugendbuch-Tipp März 2021

 ©  Hartmut. Fanger: Jugend-Knigge in neuem Gewandt

 

„Lili Aschoff "Das leben ist hart" - Ein benimmbuch für junge Leute

 Klinkhardt & Biermann Verlag, München 2021

  

Schon gleich der Klappentext lässt uns wissen, dass ‚dieses Benimmbuch eigentlich keines ist’, es sich vielmehr um ‚ein Reisebuch durch die gefährliche Welt der Jugend’ handelt. Reich illustriert, nimmt man es gern zur Hand . All die Collagen, Zeichnungen und Fotomontagen, ein Füllhorn an bunten Motiven, das nicht nur die Jugend anspricht, animieren dazu. Das Ganze von der Autorin und Graphikdesignerin Lilly Aschoff aus Jena mit Witz kunstfertig verfasst, gestaltet und arrangiert. Jede Seite eine Überraschung. Dabei spricht sie mit Sinn für Humor gerade die Themen an, die unter den Nägeln brennen. Sei es, wenn in dem Kapitel „Du und die anderen“ aufgefordert wird, ‚Rücksicht zu nehmen’ und in Zeiten von Corona eine Maske zu tragen, oder bei all den Vorteilen vor den Gefahren des Internets gewarnt wird. Zugleich ist es ein politisches Buch, wenn dazu aufgefordert wird, demokratisch für die eigenen Rechte und die anderer einzustehen und gegen Unrecht zu demonstrieren. Gendermäßig korrekt, wird im Übrigen transparent gemacht, dass Frauen gleichberechtigt sein sollten und nicht diskriminiert werden dürfen. Provokant, wenn dazu aufgefordert wird, Fehler zu begehen, wie zum Beispiel eine Tafel Schokolade zu klauen, um sich später daran zu erinnern, und dies zu streichen, damit klar wird, was man besser machen muss. Erhellend wiederum die Überlegung, dass sich anhand des Preises eines Schnitzels ablesen lässt, dass das Tier kein schönes Leben gehabt haben kann.

Ein Buch, das man einfach nur durchblättern, in dem man stöbern und Entdeckungen machen kann, ohne den Druck, es ganz durchlesen zu müssen. Am Ende stellt man fest – keine Seite, die ungelesen geblieben wäre. Nicht zuletzt verdankt sich dies, neben dem so flüssigen wie frechen Erzählstil, gewiss auch der Fülle an kreativen Randbemerkungen, dem Einsatz von unterschiedlichen Farben und Formen, Schrifttypen und lockeren graphischen Gestaltungsprinzipien. Ein Buch, das Spaß macht und nebenbei so manch’ hilfreichen Tipp parat hat. 

Aber: Selber lesen macht schlau – viel Spaß dabei!

Unser herzlicher Dank für ein Rezensionsexemplar gilt dem Klinkhardt & Biermann Verlag!

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BUCHTIPP DES MONATS NOVEMBER 2020

Doch was hat es mit der goldenen Schale auf sich, die sie in eine andere Zeit und eine andere Sphäre katapultiert, durch die ein Engel sie begleitet. Mehr sei hier nicht verraten.

Das Büchlein ist durchdrungen von spiritueller Weisheit und Erkenntnis, die es jedoch ganz unprätentiös und absichtslos in einer Weise vermittelt, dass es selbst kleineren Kindern bei Bedarf einen natürlichen, ja liebevollen Zugang zu existenziellen Fragen ermöglicht und somit nicht nur eine Lücke schließt, sondern darüber hinaus für Alt und Jung eine so inspirierende wie bereichernde Lektüre ist.

Doch lesen Sie selbst, lesen Sie wohl!    

 ©  Erna R. Fanger:

  Keine Angst vor dem Tod Kinder!  

 

Katja Fink: „Klara und Tom im Zauberwald",BoD, Hamburg 2020. 

Das Debüt der Pianistin und Musikpädagogin, indessen auch Autorin Katja Fink – eine Fantasy-Erzählung für Jung und Alt – bezaubert. Und das nicht nur durch die einfühlsame Art und Weise, wie hier Vergänglichkeit und die Suche nach Sinn und Erfüllung kindgerecht zur Sprache kommen. Darüber hinaus hat sie es selbst illustriert. In leuchtenden Farben untermalen die wohl platzierten Bilder die Abenteuer der zehnjährigen Klara und ihres achtjährigen Bruders Tom. Die beiden haben sich auf die Suche nach ihren verschollenen Eltern gemacht. Und gemäß der Heldenreise in einer Fantasy-Erzählung sind dabei etliche Gefahren zu bestehen.

So, den gefährlichen Zauberwald zu durchqueren, wo sie dem weisen Waldhüter Aron begegnen, der traurigen Cäcilie, die in einem Zwischenreich zwischen Leben und Tod weilt, und der geheimnisvollen Elfe Seraphine. Ja und sogar auf den Tod in schwarzer Gestalt treffen sie. Viele Fragen bleiben zunächst offen. Was etwa ist mit dem Maler Balthasar, der keine Erfüllung im irdischen Dasein findet und daher zurück will „ins Licht“, in seine Welt“. Als er stirbt, erklärt Aron, dass der Körper nur vorübergehende Hülle sei, Seele und Geist ewig lebten. So erfahren Klara und Tom, dass wir Menschen aus Körper, Geist und Seele bestehen, diese zusammen eine Einheit bilden. 

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