Dr. Erna R. Fanger und Hartmut Fanger MA

Seit über 25 Jahren erfolgreiche Dozenten für Kreatives und Literarisches Schreiben, Fernschule, Seminare, Lektorat

FUTURJETZT heißt die Seite und die Ähnlichkeit mit FUTURZWEI, der Stiftung und Internet-Plattform von Harald Welzer, ist beabsichtigt; siehe hierzu auch im Newsletter-Archiv unseren Beitrag vom Oktober 2013. Dessen Newsletter "Flaschenpost", zu bestellen unter www.futurzwei.org/newsletter, können wir nur empfehlen. Schreiben und Leben sind unmittelbar aneinander gekoppelt. Unserem ganzheitlichen Ansatz entsprechend, wollen wir an dieser Stelle den tagtäglichen Katastrophenmeldungen etwas entgegensetzen. Seitens der Medien allenfalls als Randnotiz erscheinend, unterstreichen wir hier die ermutigenden Bemühungen einzelner Menschen und Initiativen, die das Leben wieder selbst in die Hand nehmen. Sie schließen sich zusammen und gehen der Frage nach, wie  wir leben wollen, um dies gemeinsam in die Tat umzusetzen.

Jeder Geist baut sich selbst ein Haus; und jenseits seines Hauses eine Welt; und jenseits seiner Welt einen Himmel. Ralph Waldo Emerson

März - April 2018

„Glück ist machbar“ 

   Glück ist ein Politikum!

© Erna R. Fanger

 Die Zeit kommt, in der sich die Menschen auf ihre moralische Stärke besinnen. Dann verlieren sie ihre Angst und stützen sich gegenseitig mit ihrer Hoffnung

Wangari Maathai anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises. Oslo, Dezember2004

Dr. Ha Vinh Tho: „Grundrecht auf Glück. Bhutans Vorbild für ein gelingendes Miteinander. Aufgezeichnet von Gerd Pfitzenmaier, nymphenburger in der F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, Stuttgart 2017

1951 väterlicherseits als Spross eines alten Adelsgeschlechts aus Zentral-Vietnam geboren, dessen Familie mit der kaiserlichen Nguyen-Dynastie verwandt war, seine Mutter wiederum Französin, aus einfacher Arbeiterfamilie stammend, bezeichnet Ha Vinh Tho sich selbst als „Wanderer zwischen den Welten“. Was sich gleichwohl der Tätigkeit seines Vaters als Diplomat verdankt, weshalb die Familie in verschiedenen Ländern lebte. Außerordentlich breit gefächert sein Erfahrungsspektrum: von der 68-er- zur Hippiebewegung, über eine Pilgerreise zum Himalaya, wo er mit dem Tibetischen Buddhismus in Berührung kommt. Dann das Studium am Schweizer Goetheanum, geprägt vom Geist der Anthroposophie Rudolf Steiners, wo er christliche Religion eingehend studiert. Nach dem Studium kurze Zeit Waldorflehrer in Deutschland, widmet er sich in der gleichwohl anthroposophisch orientierten Camphill-Gemeinschaft in der Schweiz, wo er mit seiner Frau und den beiden Kindern ohne persönliches Eigentum lebt, der Heilpädagogik in der Behindertenarbeit. 1982, seit dem Ende des Vietnamkrieges erstmals wieder in Vietnam, folgt die für ihn maßgebliche Begegnung mit Thich Nhat Hanh, dem bekannten vietnamesischen Mönch, Lyriker und Achtsamkeitslehrer: „Diese Begegnung veränderte mein Leben. Ich hatte das Gefühl, spirituell zu Hause angekommen zu sein.“ Nach seiner Tätigkeit als Ausbilder in der Heilpädagogik an verschiedenen europäischen Universitäten wechselt er noch einmal das Berufsfeld und wird Leiter des Ausbildungsdepartments des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), im Zuge dessen er Krisen- und Kriegsgebiete auf dem ganzen Globus bereist. Inzwischen ist ihm klar geworden, dass, so unterschiedlich die militärischen Auseinandersetzungen und Auswirkungen von Naturkatastrophen sein mögen, die Wurzel des Übels woanders liegt. Und zwar in der strukturellen Gewalt.

... einer Gewalt, die – um es nur mit einem Beispiel zu verdeutlichen – zulässt, dass Millionen Menschen auf der Erde verhungern, obwohl wir als Menschheit noch nie so reich und satt waren, wie wir es heute in vielen Regionen und Gesellschaften auf der Erde sind.

Immer dringlicher stellt sich für ihn die Frage, wie die Ursachen der strukturellen Gewalt und, damit einhergehend, der strukturellen Ungerechtigkeit, zu beseitigen wären. Bedingt nicht zuletzt durch die Tatsache, dass weltweit der Einfluss von Regierungen zusehends schwindet – zugunsten des Wirtschaftsdiktats multinationaler Konzerne, deren alleinigem Ziel der Gewinnmaximierung alles andere subsumiert wird. Die Folgen sind so komplex wie gravierend: neben der drastisch zunehmenden Spaltung in Reich und Arm, Verarmung immer größerer Teile der Weltbevölkerung, skrupelloser Umgang mit Ressourcen mit dramatischen Auswirkungen, sei es auf Klimawandel, schwindende Artenvielfalt und, damit einhergehend, Klimakatastrophen und Territorialkriege. Antworten auf das ihn bedrängende Anliegen kommen ausgerechnet von einem der ärmsten Länder, dem Himalaya-Staat Bhutan. Geht von dort doch der Impuls aus, der Welt einen neuen Maßstab ans Herz zu legen, der sich nicht an Wirtschaftswachstum und Bruttosozialprodukt orientiert, sondern am Glück seiner Bevölkerung.

Davon ausgehend, dass er seine Arbeit im IKRK bis zu seiner Pensionierung betreibe, erreicht ihn Ende 2011, zu einem Zeitpunkt, wo dort Management-Methoden eingeführt werden sollten, was ihm weniger behagt, unerwartet eine E-Mail mit einem Stellenangebot als Programmdirektor im neu gegründeten „Gross National Happiness Centre“ (Zentrum für Bruttosozialglück) in Buthan. Damit sind die Weichen für eine erneute Wende gestellt. Und am 2. April 2012 ist er in seiner Eigenschaft als Programmdirektor dabei, wenn in New York die Uno den 20. März fortan als Internationalen Tag des Glücks ausruft, Ban Ki Moon ein neues Wirtschaftssystem postuliert, in dem ‚soziales, wirtschaftliches und ökologisches Wohlergehen untrennbar seien’. Ergänzend differenziert der ehemalige Ministerpräsident Bhutans, Jigmi Y Thinley:

Wir unterscheiden klar den Begriff des Glücks im Sinne von Bruttonationalglück von jenem eines oberflächlichen, angenehmen „feel good“-Gefühls, das nur zu oft damit identifiziert wird. Wir wissen, dass dauerhaftes, echtes Glück nicht bestehen kann, wenn andere leiden.

Um dies wiederum dauerhaft zu etablieren, gilt es, drei fundamentale Entfremdungszustände zu überwinden: Die Entfremdung von anderen Menschen. Denn wirkliches Glück kann es nur geben, wenn alle daran teilhaben können. Die Entfremdung von der Natur. Glück erwächst nur in Harmonie mit der Natur. Die Entfremdung von uns selbst. Glück entsteht nur, wenn wir unserer selbst und der einem jeden innewohnenden Weisheit bewusst werden und diese nach Kräften einbringen. Letzteres bestätigt etwa die Gehirnforschung, wonach jeder Mensch von Grund auf mit „Mitgefühl, Güte, Großzügigkeit oder Selbstlosigkeit“ ausgestattet sei. Fähigkeiten, die unserem Vermögen, Glück zu empfinden, vorausgehen. Hinzu kommt jedoch noch eine weitere Herausforderung, nämlich die einer grundlegenden Führungskrise, in der das Gemeingut sträflich missachtet wird. Der Denkhorizont der politischen Eliten scheint verengt. Nur bis zu den nächsten Wahlen reichend, dabei weniger dem Gemeinwohl als vielmehr dem Lobbyismus verpflichtet. Hier sind Kräfte gefordert, die Verantwortung in einem sehr umfassenden Sinne zu übernehmen vermögen, um einer Menschheit am Scheideweg voranzugehen. Eine zentrale Rolle spricht er hingegen in entwickelten Ländern der Zivilgesellschaft zu, die die Mächtigen der Politik, Wirtschaft und Medien durchaus bewegen könnten, neue Wege einzuschlagen. Möge dies Buch, zugleich Vermächtnis eines herausragenden Geistes, dazu beitragen! Die Indikatoren für Glück sind schließlich hinlänglich bekannt, zuverlässig erforscht. Im Übrigen ist Glück eine Fähigkeit, die, wie andere Fähigkeiten auch, erlernbar ist. "Glück ist machbar!" – Glück ist ein Politikum!

Unser herzlicher Dank für ein Rezensionsexemplar gilt dem Nymphenburger Verlag!

Datei zum Herunterladen:

Glück ist ein Politikum
„Glück ist machbar“ - Dr. Ha Vinh Tho: „Grundrecht auf Glück. Bhutans Vorbild für ein gelingendes Miteinander. Aufgezeichnet von Gerd Pfitzenmaier, nymphenburger in der F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, Stuttgart 2017
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Dezember 2017 - Februar 2018

© Erna R. Fanger www.schreibfertig.com

 

Kompass, statt Karte!

Orientierung in Zeiten radikalen Wandels

 

„Kompass, statt Karte!“ markiert treffend, was uns als Bürgergesellschaft Orientierung in Zeiten eines so noch nie dagewesenen Wandels gewährt: nämlich zwar die Richtung, in die es gehen soll, vor Augen zu haben, nicht jedoch zu meinen, dass die Wege dorthin bereits bestünden. Dazu sind die Herausforderungen zu groß, zu komplex. „Der Weg entsteht beim Gehen“ bewährt sich einmal mehr bei dem Unterfangen, Inovationen zu befördern. Dies kann nicht gelingen, indem wir auf bislang Bewährtes zurückgreifen, wie in vielen politischen Debatten zu beobachten. So etwa gebetsmühlenartig den Mythos von der Vollbeschäftigung hochzuhalten, wo doch jeder weiß, dass wir mit zunehmender Automatisierung der Arbeitswelt auf das Gegenteil zusteuern. Wohin soll die Reise gehen von der Arbeitsgesellschaft seit der Industrialisierung mit ihren Anfängen im 18. Jahrhundert, wo die Welt noch „leer“, sprich von wenigen Menschen bevölkert war. Letzteres etwa ist nachzulesen im jüngst erschienenen Bericht des Club of Rome von Ernst Ulrich von Weizsäcker, Anders Wijkman u.a.: "Wir sind dran. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen.“ Die explosionsartige Vermehrung der Weltbevölkerung habe sich erst in den letzten 50 Jahren herauskristallisiert. Heute lebten wir hingegen in einer „vollen“ Welt, die gänzlich andere Rahmenbedingungen benötigte.

 

     Der Journalist und Spiegel-Kolumnist Georg Diez wiederum hat in Harald Welzers Online-Plattform FUTURZWEI mit „Die Macht der Beharrung“ einen bemerkenswerten Beitrag vorgelegt. Ausgehend von den Fragen „Was ist die Gestalt des Neuen? Wie erkennt man es? Wie setzt es sich durch? Und warum ist beides so schwer, das Erkennen und das Durchsetzen?“, diskutiert er, welche Kräfte eine Gesellschaft nach vorne bringen und auf welche Hindernisse sie dabei stößt. Fängt man an darüber nachzudenken, wird – man erinnere sich an den hinter uns liegenden Wahlkampf – schnell klar, dass diese Fragen nicht im Zentrum etablierter Politik stehen. Vielmehr werden sie eher von einzelnen Publizisten oder sonstigen engagierten Mitgliedern der Zivilgesellschaft aufgeworfen, deren prominente Vertreter, wie etwa Richard David Precht, Harald Welzer oder Raga Yogeshwar, um nur einige zu nennen, sie dann, abgesehen von ihren Schriften, in diversen Talk-Shows zum Besten geben. Und das nicht selten zu fortgeschrittener Stunde.

 

Georg Diez sieht eben darin ‚den zentralen Konflikt’: „die Macht der Beharrung gegen die Notwendigkeit der Veränderungen“. Die daraus resultierenden Kräfte laut Diez, Aufbruchseuphorie auf der einen Seite, Angst vor der Ungewissheit andererseits, führten zu gewaltigen Spannungen, zu einer Art ‚tektonischer Verschiebung’, „bei der verschiedene Zeitplatten aneinander reiben, sich ineinander verkeilen und verkanten ...“ Dies sind Kräfte, die Naturkatastrophen – Erdrutsche, Erdbeben, schlimmstenfalls einen Tsunami – bedingen. Im globalen Zusammenleben stehen dafür Flüchtlingskrise und Migration auf der einen Seite, Gewaltexzesse des IS, aber auch die Exzesse struktureller Gewalt, wie sie seitens multinationaler Konzerne immer mehr ans Licht kommen. Auf Kosten der Mehrheit, etwa durch Steuerhinterziehung im großen Stil, vor allem aber auf Kosten der ärmsten Länder, die nicht nur nachweislich von den Naturkatastrophen weitaus stärker betroffen sind als die westlichen Industrienationen, sondern deren Rohstoffe, etwa im Kongo, ohne Rücksicht auf die Belange der Bevölkerung und in Kooperation mit korrupten Regierungen skrupellos geplündert werden.

    

„Die Menschen“, wie es nicht selten seitens manchem Politiker heißt im Tenor, als ginge es um eine sehr entfernte Spezies, ein Großteil der Bürger also, reagiert verunsichert. Besonders im Mittelstand geht die Angst vor dem sozialen Abstieg um. Wer soll für die Renten aufkommen. Die Angst vor Altersarmut und Pflegenotstand, nicht zuletzt vor Einsamkeit in alternden Gesellschaften, kommt hinzu. Viele verschließen angesichts der Vielzahl der Herausforderungen die Augen. Deutlich sei dies bei der plötzlichen Ankunft der vielen Geflüchteten 2015 geworden. Eine Gelegenheit, sich dem Neuen zu öffnen, die zahllose Bürger zwar mit Empathie und Tatkraft ergriffen haben, um dabei zugleich jedoch auch die Erfahrung zu machen: „Die Kräfte des Alten arbeiten mit allen Mitteln daran, das zu verhindern.“

 

            Mut zur Veränderung also, die, wie von Ranga Yogeshwar in dem soeben erschienenen Buch „Nächste Ausfahrt Zukunft. Geschichten aus einer Welt im Wandel“ eindrucksvoll belegt, ebenso die Chance birgt, ein erfüllteres Leben für alle zu erschaffen. Ein erfüllteres Leben, als es zum Beispiel die Arbeitsgesellschaft gewährt hat, wo es in der Regel nur dem Privilegierten vorbehalten bleibt, sein Potenzial in Gänze zur Entfaltung zu bringen.

           Schritt für Schritt will der Geist des Neuen errungen werden. Ohne Land- oder Straßenkarte, dafür mit Kompass im Gepäck. Veränderung ist möglich!

FUTURJETZT Dezember 2017
Kompass, statt Karte! Orientierung in Zeiten radikalen Wandels
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Oktober - November 2017

© Erna R. und Hartmut Fanger www.schreibfertig.com

Nachlese zum G20-Gipfel

Der Protest der Zivilgesellschaft – packend, bunt, kreativ und friedlich!

Was angesichts der Bilderflut über die Gewalt im Schanzenviertel unterging

Bereits im Vorfeld, am 28. Juni, kam der unermüdliche, 83-jährige Globalisierungskritiker Jean Ziegler ins Schauspielhaus, stellte die Legitimation des G20-Gipfels radikal infrage, erklärte dafür allein die UNO als zuständig. Zugleich appellierte er an den deutschen Rechtsstaat, der alle Mittel in der Hand hielte, die Strukturreformen, die es zur Veränderung einer „kannibalischen Wirtschaftsordnung“ bedürfe, durchzusetzen. Er müsse sie nur nutzen.

Den beeindruckenden Auftakt bildete dann am Mittwoch vor dem Gipfel die Kunstaktion der 1000 Gestalten. Initiiert von der Künstlergruppe „das kollektiv“, unterstützt vom „Gängeviertel Hamburg“ und diversen Hamburger Kulturinstitutionen. In Lehm gehüllt, zunächst strauchelnd, buchstäblich am Boden, teils kriechend, gezeichnet von Resignation, Einsamkeit, Angst und Verzweiflung, vereinzelt und verloren. Grandiose Übersetzung der Kehrseite einer in erster Linie auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Globalisierung, wo der Einzelne zunehmend auf der Strecke zu bleiben droht. Bis die ersten ausbrechen. Sie beginnen, sich wahrzunehmen, helfen einander auf, trösten sich gegenseitig. Befreit schreien sie ihre Qual heraus, entledigen sich der mit Lehm verschmierten Klamotten. Bunte T-Shirts darunter. Erst jetzt offenbar werden sie sich plötzlich ihrer Schönheit und Kraft gewahr, jubeln, tanzen und spüren, dass ein jeder hier aufgefordert ist, Verantwortung zu übernehmen. Wir können nicht davon ausgehen, dass dieser Impuls von der Politik kommt, sondern wir als Zivilgesellschaft müssen selbst aktiv werden und Veränderungen initiieren.

In diesem Sinne hatten am 5. und 6. Juli auch 77 Organisationen und Initiativen aus über 20 Ländern zu einem „Gipfel für globale Solidarität“ in die Hamburger Kulturfabrik Kampnagel geladen. Auf  11 Podien und in mehr als 70 Workshops trafen sich dort über 2000 Besucher zum regen Austausch über politische Alternativen und Lösungswege. Den Höhepunkt bildete der Auftritt der Umweltaktivistin, ‚Hüterin des Saatguts’ und Doktor der Physik aus Indien, Vandana Shiva.

In der Laeisz-Halle lasen am 5. Juli beim Festival „Lesen ohne Atomstrom“ so bekannte Namen wie Renan Demirkan, Auma Obama, Schwester von Ex-US-Präsident Barack Obama, Günter Wallraff, Konstantin Wecker und viele mehr aus den Werken "Empört Euch!" und "Engagiert Euch!" von Stéphane Hessel, 2013 verstorbener Résistence-Kämpfer und Überlebender des Holocaust, zugleich Mitautor der UN-Menschenrechtserklärung von 1948. Zur selben Zeit die Möglichkeit, im Hauptgebäude der Hamburger Universität  an einem interreligiösen Friedensgebet mit Vertretern der Aleviten, Bahai, Buddhisten, Christen, Hindus, Juden und Muslime teilzunehmen. Von der chinesischen Xylophonistin Lin Chen musikalisch hochkarätig initiiert und begleitet. Beim anschließenden Empfang  im Café Dell Arte Raum für Austausch und Gespräche.

Am Freitag, 7. Juli, fand sich wiederum in der Barclaycard-Arena zu einem Konzert im Rahmen des Global Citizen Festivals eine Reihe internationaler Musiker aus Pop und Jazz zusammen, u.a.  Shakira, Andreas Bourani, Coldplay, Herbert Grönemeyer, um für eine gerechtere Welt, gegen Armut und Hunger, anzuspielen.

Am Samstag, 8. Juli dann, Ökumenischer Gottesdienst des kirchlichen Bündnisses „global.gerecht.gestal†en“ in der bis zum letzten Platz gefüllten St. Katharinen-Kirche, wo in der Predigt deutliche Wort zu der zerstörerischen globalen Finanzpolitik fielen. Der anschließende Demonstrationszug mit Bischöfin Kirsten Fehrs an der Spitze „Hamburg zeigt Haltung“ mit nach offiziellen Angaben 10.000 Teilnehmern führte den Hafen entlang bis hin zur Fischauktionshalle in St. Pauli. Dabei: die Träger des angeblich 340 Meter langen Weltenschals, mit Applaus bejubelt, und immer wieder musikalische Einlagen, Blechbläser und Trommeln, die für gute Stimmung sorgten. Auf der Abschlusskundgebung sprachen unter anderem der New Yorker Bürgermeister, Demokrat und Trump-Kritiker Bill de Blasio und Gesine Schwan. Zahlenmäßig wurde das Ganze mit den über 80.000 Teilnehmern des Linksbündnisses auf der Reeperbahn noch getoppt.

Insgesamt an die 100.000 Hamburger, darunter große und kleine Initiativen, die ihrem Protest gegen die Allmacht der Konzerne, Rüstungsexporte, Bildungsdefizite, gegen Hunger und Krieg friedlich und ideenreich Ausdruck verliehen haben. Von den Medien, bis auf wenige Ausnahmen, eher zögerlich während des Gipfels aufgegriffen und längst wieder in Vergessenheit geraten. Stattdessen beherrschen bis heute die Ausschreitungen im Schanzenviertel das Bild, emotional aufgeladen, Betroffenheit heischend. Der viel gerügte Schwarze Block ist laut Friedenspreisträgerin Carolin Emcke in „ttt – Titel, Thesen, Temperamente“ vom 30. Juli „ein dankbar angenommenes Bild“ mit der Funktion, von der eigentlichen Kritik abzulenken. Statt stichhaltiger Analyse der Vorfälle, gegenseitige Schuldzuweisungen, die der Wahrheitsfindung wenig dienlich sind. Zahlenmäßig ist der Schwarze Block eine deutlich kleine Minderheit – gewaltbereite, teils kriminelle so genannte Revolutionstouristen, die nachweislich den Hauptteil der Gewalttaten zu verantworten hatten, mitgerechnet. Von der seitens einer beherzten jungen Hamburgerin ins Leben gerufenen Aktion „Hamburg räumt auf“, wo nach den Krawallen über achttausend Bürger das Zepter wieder selbst in die Hand nahmen, aufräumten und putzten, spricht im nachhinein kaum noch jemand. 

Wer allerdings unter den vielen friedlichen Demonstrierenden mit dabei war, die historische Gunst der Stunde als Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft nutzend, die sich mit den genannten Missständen nicht abfinden, sondern für ein menschlicheres globales Miteinander einstehen wollen, mochte sogar ermutigt und bestärkt aus diesen Tagen hervorgehen. Könnte dies doch ein Auftakt sein, es dabei nicht zu belassen, sondern weiter gegen weltweites Unrecht, gegen Hunger, Leid, Ausbeutung und Krieg aufzustehen, immer wieder. 

Erna R. Fanger und Hartmut Fanger

Siehe hierzu auch:

- "Motive für ein außerordentliches Engagement" über Jean Ziegler: "Der schmale Grat der    Hoffnung", vom Juni 2017 im Archiv

- "Und noch einmal: 'Empört euch'", Hommage à Stéphane Hessel aus gegebenem Anlass" vom Juli 2013 im Archiv

-- "Hüterin von Land und Saatgut" über Vandana Shiva - Umweltaktivistin und Doktorin der Physik vom August 2013 im Archiv

FUTURJETZT August 2017
Nachlese zum G20-Gipfel
Der Protest der Zivilgesellschaft – packend, bunt, kreativ und friedlich! Was angesichts der Bilderflut über die Gewalt im Schanzenviertel unterging
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Juni 2017

© Erna R. und Hartmut Fanger www.schreibfertig.com

Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort

bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen.

Martin Lulther King

 

Motive für ein außerordentliches Engagement

                                                                                                                                                                                                                                             

Jean Ziegler: „Der schmale Grat der Hoffnung – Meine gewonnenen und verlorenen Kämpfe und die, die wir gemeinsam gewinnen werden“, C. Bertelsmann Verlag, München 2017. Aus dem Französischen von Hainer Kober.

In seinem gerade erst erschienenen Werk, „Der schmale Grat der Hoffnung“, gewährt der emeritierte Professor der Universität Genf neben autobiografisch gefärbten Episoden Einblick in seinen lebenslangen Kampf für Menschenrechte, Frieden und die Beseitigung der weltweiten Hungersnot. Sei es in seiner Funktion als UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, sei es als Vize-Präsident des beratenden Ausschusses des Menschenrechtsrats. Dabei spart er nicht mit brisanten Fakten und führt minutiös dramatische Zahlen einer Katastrophe globalen Ausmaßes vor Augen. Weltweit sind von 7,3 Milliarden Menschen eine Milliarde unterernährt. „Alle zehn Sekunden verhungert ein Kind“. Getan dagegen wird bei weitem zu wenig. Und dies aus vielerlei Gründen. Erschütternd dabei: An Mitteln fehlt es nicht. Nach Ziegler haben allein ‚2013 multinationale Konzerne und Großbanken 1000 Milliarden (!) Dollar Dividenden an ihre Aktionäre ausgezahlt’. Hätte man die Summe für humanitäre Zwecke eingesetzt, hätte dies den Hunger auf der Welt spürbar reduziert, überdies wären die Folgekrankheiten der Unterernährung innerhalb von drei Jahren besiegt gewesen.

Wie schwer es ist, im Hinblick auf soziale Missstände weltweit etwas zu bewegen, zeigt Ziegler anhand eines Beispiels auf, wonach ‚mehrere Mitgliedstaaten systematisch und fortwährend jede Empfehlung von ihm in seiner Funktion als Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung abgelehnt haben’. Der Grund: Die USA, Großbritannien, Australien und weitere Staaten erkennen lediglich ‚bürgerliche und politische Rechte’ als Menschenrechte an, nicht aber wirtschaftliche, soziale und kulturelle. In Anlehnung an Hegel besteht Ziegler entgegen diesen Machenschaften darauf, dass nur die Menschenrechte in ihrer Gesamtheit ‚das relativ Absolute, das konkret Universelle, darstellen und tatsächlich den Horizont unserer Geschichte bilden’. Die Ignoranz der Großmächte dem gegenüber und das Dogma der USA: „Der Hunger kann nur durch die totale Liberalisierung des Marktes besiegt werden“ – die Folgen sind hinlänglich bekannt – könnten einen in die Knie zwingen und der Resignation verfallen lassen.

Aber Ziegler wird nicht müde uns Gegenargumente zu liefern und setzt dem etwa Max Horkheimer entgegen: „Kein Sklave duldet seine Ketten auf Dauer“.

Grundsätzlich setzt Jean Ziegler – darin unerschütterbar – auf Hoffnung. Und das entgegen allen Greueln, derer er weltweit an den Brennpunkten dieser Erde im Zuge seiner lebenslangen Mission Zeuge geworden ist. Dazu angestiftet übrigens nicht zuletzt von der Begegnung und der daraus erwachsenen Freundschaft mit Jean Paul Sartre und Simone de Beauvoir, um nur die prominentesten seiner Wegbereiter zu nennen. Aktuell gilt diese Hoffnung, neben der Zivilgesellschaft, also jedem Einzelnen, dem ‚Wiedererstarken der UNO’, und zwar im Wortsinn Dostojewskis in Die Brüder Karamasow: „Jeder ist verantwortlich für alles vor allen.“ Auch der von ihm immer wieder zitierte Kant sei hier bemüht: „Die Unmenschlichkeit, die einem anderen angetan wird, zerstört die Menschlichkeit in mir.“  

Ebenso beruft er sich auf Jean-Jacques Rousseau, dem wir, bei allen Widersprüchen, die dessen Persönlichkeit geprägt haben mögen, zweifellos wesentliche Einsichten in die Natur des Menschen verdanken. So etwa, wenn es in dessen Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen (1755) heißt: „Die Menschen mit all ihrer Moral wären stets nur Ungeheuer gewesen, wenn die Natur ihnen nicht das Mitleid zur Stütze ihrer Vernunft gegeben hätte.“ Ein Grund mehr für Ziegler, auf die Zivilgesellschaft zu setzen, die sich, fern von Parteien, aus den unterschiedlichsten Bewegungen – Kirchen, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) – zusammensetzt.

Mag der Grat der Hoffnung noch so schmal sein, ist er wiederum nicht zu unterschätzen. Wie Ziegler auch den ‚Glauben an Gott’ und die Überzeugung, dass, nicht zuletzt im Sinne Hegels, ‚Geschichte Sinn macht’, noch lange nicht verloren sieht. Entgegen ‚dem weltweiten Hunger, den Folterkammern Assads in Syrien, entgegen dem Terror der Dschihadisten in Europa und dem Zynismus der wenigen Herrschenden auf dieser Welt’. Letztere sieht er eben gerade nicht in einer Vielzahl von Politikern, die sich redlich um Lösungen bemühen, sondern in „einer winzigen transkontinentalen Oligarchie“, die ihren ungeheuren Reichtum mit Hilfe von Briefkastenfirmen und Steuerhinterziehung anhäuft. Die berühmtberüchtigten „Panama-Papers“ sind da nur ein Beispiel. Und genau diese Steuerhinterziehung ist es, die laut Ziegler „in erheblichem Maß schuld an dem Elend der Welt ist.“

Es treibt Jean Ziegler, wie gewiss unzählige andere, von deren Existenz und Namen in den allermeisten Fällen niemand je erfahren wird, die „Sehnsucht nach dem ganz Anderen“ – so auch der Titel des letzten von Max Horkheimer erschienenen Bandes, zugleich sein Testament. Ziegler bringt dies in Zusammenhang mit dem Gedanken, dass der Mensch ‚ständig eine doppelte Geschichte erlebe’: „Diejenige, die ihm konkret widerfährt, und die andere, die sein Bewusstsein in Gestalt der Utopie verlangt.“ Worunter nicht mehr und nicht weniger zu verstehen sein mag, als dass hier ein jeder aufgefordert ist, über den Status quo zwar nicht hinwegzusehen, zugleich jedoch, ihm zu widerstehen und der Fantasie, den Wünschen und den Träumen von einer gerechten Welt Raum zu gewähren – nach dem Vorbild Martin Luther Kings: „I have a dream.“  

Ein Buch, das sich in die lange Tradition jener Werke einreiht, das von Empathie gegenüber den Opfern dieser Welt, den Schwachen und Hungernden, den Leidenden, getragen ist. Gegen Krieg und fortwährende Verbrechen, sei es an der Menschheit, sei es an der Schöpfung. Ein Buch, angelehnt an das Brechtsche Diktum ‚der sanften Gewalt der Vernunft’ aus Das Leben des Galilei:

„Ja, ich glaube an die sanfte Gewalt der Vernunft über die Menschen. Sie können ihr auf Dauer nicht widerstehen. Kein Mensch kann lange zusehen, wie ich einen Stein fallen lasse und dazu sagen: er fällt nicht. Dazu ist kein Mensch imstande. Die Verführung, die von einem Beweis ausgeht, ist zu groß. Ihr erliegen die meisten, auf die Dauer alle.“

Ein Buch, das zugleich auf Prinzip Hoffnung von Ernst Bloch, auf dessen Appell dort, „Vorwärts zu den Wurzeln“, verweist und im Zuge dessen einmal mehr auf ‚die großen Gründungstexte der Vereinten Nationen’ nach dem Grauen, das der Zweite Weltkrieg über die Völker gebracht hat. Sind dort doch  bis heute nicht eingelöste, unverbrüchliche Ziele formuliert:

„1. den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren (...) 2. freundschaftliche, auf der Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und der Selbstbestimmung der Völker beruhende Beziehungen zwischen Nationen zu entwickeln (...) 3. eine internationale Zusammenarbeit herbeizuführen (...)“

Ein Buch, das schließlich mit dem wegweisenden Gedanken eines Mahatma Gandhi endet: „Zuerst ignorieren sie euch, dann verspotten sie euch, dann bekämpfen sie euch, dann gewinnt ihr.“

Unser herzlicher Dank für ein Rezensionsexemplar gilt dem C. Bertelsmann-Verlag!

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Motive für ein außerordentliches Engagement
Jean Ziegler: „Der schmale Grat der Hoffnung – Meine gewonnenen und verlorenen Kämpfe und die, die wir gemeinsam gewinnen werden“, C. Bertelsmann Verlag, München 2017. Aus dem Französischen von Hainer Kober.
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Mai 2017

 © Erna R. Fanger       

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Für eine „Welt in Balance“ durch ökosoziale Marktwirtschaft

Franz-Josef Rademacher setzt sich weltweit für gerechtere Globalisierung ein. Auf der Grundlage von Deutschlandradio Kultur – Im Gespräch, 5. Januar 2017

Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Mathematiker, Professor für Informatik und Leiter des Instituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, engagiert in der Global Marschall Plan Initiative, rechnet es uns vor: Zu 35 Prozent besteht für die Menschheit die Chance eines gerechten Ausgleichs zwischen Arm und Reich! Ergreifen wir sie nicht, laufen wir Gefahr, unseren eigenen Lebensraum zu zerstören. Sieht er die Menschheit auch nicht gleich vom Aussterben bedroht, warnt er doch, machen wir weiter wie bisher, bis zum Jahr 2050 vor der „Gefahr eines globalen Kollapses“. Einer Gefahr, die mit 15 Prozent Wahrscheinlichkeit auf uns zukommen könnte. Das Risiko, dass die Menschheit dann weltweit in einer Zweiklassengesellschaft lebe, liegt nach seinem Ermessen wiederum bei 50 Prozent. Zumal wenn 200 Staaten unterschiedlicher Interessen und unterschiedlicher Bevölkerungsdichte sich immer wieder gegenseitig blockierten. In der hier angedeuteten ‚Gemengelage’ geht es ihm um „ein Ringen um die Qualität der Zivilisation, um die Lebensbedingungen der Menschen.“ Wobei Rademacher vornehmlich drei Akteure zum Handeln auffordert: die Staatengemeinschaft, die Menschen in ihren unterschiedlichen Rollen, etwa als Konsumenten, die Unternehmen. Dabei sieht Rademacher bewusst ab vom moralischen Appell, etwa auf Flüge, Fleisch oder das Auto zu verzichten. Stattdessen schlägt er gleich drei konkrete Maßnahmen vor, die praktisch jeder umsetzen kann: nämlich Bäume zu  pflanzen, die dem CO2 Gehalt in der Atmosphäre entgegenwirken, aufzuforsten; sich als Pate oder Mentor für wenigstens einen jungen Menschen auf unserem Globus zu engagieren oder sich um jemanden Bedürftigen zu kümmern. Aber auch sich um Verständnis für komplexe Zusammenhänge zu bemühen, viel zu lesen und sich auf einem höheren Wissensniveau in den Prozess der Veränderung, den die Menschheit durchläuft, einzubringen. Sozusagen wider die Entschlossenheit unserer Eliten, den Status quo beizubehalten: „Es gibt Potentate, die ihre Bevölkerung ausbeuten und ihre Rohstoffe ausplündern und wir kaufen sie ihnen gerne ab. Und weil die Interessenlagen so sind, bekommen wir die vernünftigen Lösungen nicht hin.“ Führte man hingegen weltweit die ökosoziale Marktwirtschaft ein, hätte, über geeignete Transfermechanismen, jeder ausreichend Kaufkraft. Die Produktion umweltbelastender Güter wiederum könnte über bestimmte Restriktionen limitiert werden. Wenn wir es alle wollten, könnten wir uns problemlos weltweit koordinieren.

 

Was hindert uns, bringen wir uns also ein, ein jeder dort, wo er seine Stärken einsetzen kann!

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Wecke die Sehnsucht

Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke in ihnen die Sehnsuch nach dem Meer.

Antoine de saint-Exuppéry

 

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