9 Jahre schreibfertig.com!

Dr. Erna R. Fanger und Hartmut Fanger MA

Seit über 25 Jahren erfolgreiche Dozenten für Kreatives und Literarisches Schreiben, Fernschule, Seminare, Lektorat

Neues aus unserer Website:

Mai 2022

Lassen Sie sich diesmal in der Poet’s Gallery von Jutta Grittis Geschichte Die Burg von der Faszination einer Landschaft, aber auch den Gefahren, die sie birgt, mitreißen. Unsere Buch-Tipps zur Monatsmitte*: In Der Markisenmann erzählt Jan Weiler mit dem ihm eigenen Humor von der verkorksten Kindheit einer Fünfzehnjährigen zwischen zwei Vätern im typisch deutsch-deutschen Desaster.  Gefolgt von zwei bemerkenswerten Essaybänden von Joan Didion: Was ich meine und Wir schreiben Geschichten, um zu leben. Hierzulande eher Geheimtipp, gilt Didion, für die Schreiben ein Erkenntnisprozess ist, als eine der führenden Intellektuellen der USA. Voices FOR FUTURE! wiederum wartet mit der vielfach ausgezeichneten Zeit-Journalistin, die zwei Jahr in Kabul als Reporterin gewirkt hat, Ronja von Wurmb-Seibel und deren Wie wir die Welt sehen auf. Ein längst überfälliges Plädoyer, die derzeitige Art der Nachrichtenvermittlung zu überdenken. Was richtet es in uns an, unablässig von Katastrophenmeldungen überrollt zu werden. Ungeachtet der vielen, die weltweit dabei sind, den mächtigen Wandel, in dem die Menschheit begriffen ist, voranzutreiben und mitzugestalten.  Aus aktuellem Anlass: Blog zu Ukraine-Krise Imagine

 

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Mai 2022

Lebendig ist, wer das Licht erwartet 

in den Tagen des schweren Sturms

Luigi Nono, *1924; † 1990

Liebe Schreibfreudige, Freund:innen & Interessierte,

die jüngst veröffentlichten Zahlen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri zur weltweiten Steigerung der Rüstungsausgaben können uns zu denken geben. Seit 2012, also weit vor dem Ukraine-Krieg, ein Plus von 12 %. Wir halten Daten fest. Alarmierende Zahlen. Kognitiv sind wir gut aufgestellt, aber wir scheinen kein Gefühl für die Konsequenzen zu haben.

Ich sah hinüber ... die flammenden Wolken wie Blut und Schwert  ... ich stand da zitternd vor Angst – und ich fühlte etwas wie einen großen, unendlichen Schrei durch die Natur. Zeilen von frappierender Aktualität, könnte man meinen. Stammen tun sie aus dem Nachlass Edvard Munchs zu vier Gemälden ein und desselben Motivs: „Der Schrei“, und zwar aus dem aufgerissenen Mund einer gequälten Kreatur, entstanden zwischen 1893 und 1910. Ich stelle mir vor, die Welt schrie auf. Ich stelle mir vor, der Planet schrie auf. Ich stelle mir einen einzigen mächtigen Aufschrei vor, der durch das Universum hallt. Einen Weckruf, der all die überkommenen, verkehrten Strukturen ins Wanken und schließlich zu Fall brächte und uns wie Schuppen von den Augen fallen ließe: Wir sind Gefangene längst überholter Denkmuster, Gefangene in einem Netz von ineinander verzahnter Gewaltstrukturen. Munchs „Der Schrei“ ein Vorzeichen, das diesen längst überfälligen Aufschrei der Menschheit antizipiert hat. Wann, wenn nicht jetzt: Schreit auf!

Für uns Schreibende heißt das nichts anderes, als all das aufzuschreiben, etwa auch bei unserem Blog mitzumischen, sicht- und hörbar zu werden.

Überdies: Nicht müde werden/sondern dem Wunder/leise/wie einem Vogel/ die Hand hinhalten. Hilde Domin

Herzlich, Ihre/Eure erf                                                                               Archiv

Fanger & Fanger   

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April 2022

Mit ihrem so kenntnisreichen wie vielfältig reflektierten, differenzierten Essay Identität bestreitet Ursula Mommsen diesen April die Poet’s Gallery. Unsere Buch-Tipps zur Monatsmitte*: Julia Holbe: BOY MEETS GIRL erzählt vom Scheitern in der Liebe, vom Schmerz über das Altern des Vaters, aber auch davon, wie eine Begegnung alles auf den Kopf stellen und schließlich eine überraschende Wende nach sich ziehen kann. Des Weiteren Vom Lob der Melancholie. Rätselhafte Botschaften, so fein gewobene wie vielfach in Kunst, Film und Literatur gespiegelte Studie von dem Kunsthistoriker und Literaturwissenschaftler László F. Földényi, einem der führenden ungarischen Intellektuellen. Zugleich als Kulturgeschichte menschlicher Sehnsucht nach Transzendenz lesbar. Voices FOR FUTURE wiederum widmet sich dem unermüdlichen Mahner Jean Ziegler und seinem aufrüttelnden Appell, das Flüchtlingselend in der Europäischen Union zu beenden: Die Schande Europas. Von Flüchtlingen und Menschenrechten.

Aus aktuellem Anlass: Blog zu Ukraine-Krise: I m a g i n e  

 

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April 2022

    Es ist nicht wichtig, was du glaubst oder wie du glaubst, sondern wie du dich verhältst.

Die Handlungen sind wichtig, viel wichtiger als Glaubenserklärungen

Ljudmila Ulitzkaja

 

Liebe Schreibfreudige, Freund:innen & Interessierte,

 

das Lebensgefühl von uns allen ist gerade dabei, sich grundlegend zu verändern. Und während die meisten von uns weiterhin wie bisher ganz unbedenklich unserem verschwenderischen Lebensstil gefrönt haben, spitzt sich die ökologische Krise weiter zu, reden Politik-Talker auf bequemen Sesseln indessen ungerührt vom drohenden Dritten Weltkrieg. Von den globalen wirtschaftlichen Folgen, der Ungewissheit, ganz zu schweigen. Was tun. Hören wir, was die Grande Dame der russischen Literatur, Ljudmila Ulitzkaja, uns zu sagen weiß, für die die größte Sorge die ökologische Krise ist – der Mensch esse die Erde auf.*

 

Wir gehen eigentlich mehr oder weniger durch ein und dieselbe Lektüre. Für mich als Genetikerin ist die Vorstellung sehr klar, dass wir alle, jeder Mensch, dass wir alle ein Text sind, geschrieben mit der DNA. Wir Menschen als Text, der wir sind, sind als einzige Wesen in der Lage, Texte zu schaffen. Also Texte zweiter Ordnung. Darum rate ich jedem: Schreibt, schreibt! Weil wenn wir schreiben und etwas formulieren müssen, dann eignen wir uns das an durch Gedanken, dann konkretisiert ihr eure Gedanken, schärft sie und hinterlasst euren Kindern alles das, was ihr an Wichtigem in eurem Leben erfahren habt. Deshalb mein letztes Wort zu diesem Thema: Schreibt, schreibt, denn das ist eine sehr wichtige und Seelen rettende Tätigkeit.

 

SCHREIBEN WIR ALSO. Um unserer Empörung Luft zu machen. Um unserer Angst Ausdruck zu verleihen. Um uns mitzuteilen, um Zeugnis zu hinterlegen, was hier gerade geschieht und was es mit uns macht. BETEILIGT EUCH AN UNSEREM BLOG und lasst uns so gemeinsam laut Rilke in die Fragen hineinwachsen, die das Leben gerade an jeden von uns stellt, suchen wir nach Antworten. Übernehmen wir Verantwortung.                        *Hamburger Akademie der Künste, 22.Mäz 2022

 Archiv

Herzlich, Ihre/Eure  erf

Fanger & Fanger   

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März 2022

Lassen Sie sich diesmal in der  Poet’s Gallery von der 14jährigen Peri Ali und der emotionalen Wucht und Sprachmacht ihrer Texte mitreißen, die um nichts weniger kreisen als Schmerz, Leere, Einsamkeit, Liebe, Tod und Glück. Unsere Buch-Tipps zur Monatsmitte: Jon Fosse: Ich ist ein anderer, erzählt in Anverwandlung des rimbaudschen Diktums von der Möglichkeit seines Protagonisten, zugleich er selbst sowie ein anderer zu sein – komplexe Reflexion über Sein und Identität, Religion, Heil und Heilung. Des Weiteren die so fein- wie scharfsinnige Joan Didion, bislang eher Geheimtipp, mit dem Essayband: Wir erzählen uns Geschichten, um zu leben. Und einmal mehr verweisen wir  auf hell & hörig, Gedichte aus 25 Jahren der vielfach ausgezeichneten Autorin Ulrike Draesner. Last but not least: Schnuppern Sie gerne mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19:00-21:00 Uhr. Aus aktuellem Anlass: Blog zu Ukraine-Krise: I m a g i n e .  Folgen Sie uns auf Facebook.

 

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März 2022

s' ist Krieg! 's ist Krieg! 0 Gottes Engel wehre, Und rede du darein!

s' ist leider Krieg ‑ und ich begehre, nicht schuld daran zu sein

Matthias Claudius

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

Europa in Aufruhr, viele sind verzweifelt. Im Spannungsfeld nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen „nie wieder Krieg“ und „nie wieder Genozid“, überdies angesichts der schmerzhaften Erinnerungen an den Bosnienkrieg, nicht nur an die grausamen ethischen Säuberungen in Srebrenica, ringt die Politik um angemessene Entscheidungen. Kein leichtes Unterfangen. Angesichts der Fernsehbilder von der Bombardierung eines Hochhauses in Kiew fühlte sich Sabine Adler,  Journalistin und Osteuropaexpertin, an 9/11 erinnert. Was tun, fragen auch wir uns als Schreibende, wenn gewaltfreie Lösungen immer mehr aus dem Blickfeld rücken, Ohnmacht, Trauer, Wut und Angst uns erfassen. Erinnern wir uns daran, wie viele, ob religiös oder nicht, nach dem Fall der Twin-Towers instinktiv dem Glockenruf der Kirchen folgten, sich dort versammelten, zusammenrückten. Es scheint – unabhängig von Ideologie, Religion oder weltanschaulicher Ausrichtung – in jedem ein tiefes Wissen um Verbundenheit und Zugehörigkeit verankert zu sein, das häufig in dem Moment aufscheint, sehen wir uns mit einer Katastrophe konfrontiert. Und nicht selten tritt dann zutage, wovon neuere Forschungen erwiesen haben, dass nicht, wie bisher angenommen, Konkurrenz und das Recht des Stärkeren die Evolution vorangetrieben habe, sondern vielmehr Eigenschaften wie Solidarität, Hilfsbereitschaft, Altruismus, Empathie. Dies entspricht im Grunde unser aller Sehnsucht. Umso mehr mag es jetzt darauf ankommen, worauf wir uns ausrichten, und den Fokus auf all die vielen zu legen, die mit ihrer ganzen Kreativität und unermüdlichem Elan längst den fundamentalen Wandel initiiert haben, der unabdingbar in Begriff ist, sich in seiner bunten Vielfalt weltweit in allen gesellschaftlichen Bereichen zu manifestieren.

Antworten wir in diesem Sinne schreibend auf die Herausforderungen – in unseren Geschichten, Gedichten, Essays –, halten wir fest an unseren Träumen! 

Ihre/Eure erf

Fanger & Fanger   

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Februar 2022

  • In der  Poet’s Gallery präsentiert diesmal Sonja Kittel frische Kurzprosa & ‚lichte Gedichte‘ – „Lust am Text“ vermittelnd und immer überraschend!  Unsere Buch-Tipps*: Humor & Tiefsinn vereint der so witzige wie originelle, zugleich psychologisch grundierte Roman von Deb Olin Unfert: Happy Green Family, in dem zwei Frauen aus vorgefertigten Bahnen ausbrechen, nächtens zur Tat schreiten, um knapp eine Million Hühner aus einer riesigen Legebatterie zu befreien – und nicht nur das! Unser Lyrik-Tipp: hell & hörig der vielfach ausgezeichneten Autorin Ulrike Draesner. Geschenk an die Leser, versammelt der überdies allein schon von der Optik her ansprechend gestaltete Band doch Gedichte aus 25 Jahren, darunter neue und bewährte. Zugleich gewährt Draesner hier einen intimen Einblick in den Prozess ihres Schreibens. Voices FOR FUTURE! wiederum stellt unter Beweis: Wir können alles BESSER MACHEN! von Sven Plöger & Christoph Waffenschmidt – Letzterer Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. Keine Anklage, kein Abgesang auf unser Potenzial, dem Klimawandel beizukommen. Stattdessen hoffnungsfroher Aufbruch mit jeder Menge Beispiele, wie viel bereits in die Wege geleitet ist, um die umfassenden ökologischen Herausforderungen zu meistern. Und schnuppern Sie gerne mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19:00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns auf Facebook.*Hier kann es a zu Verzögerungen kommen, wofür wir um Verständnis bitten.

 

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Februar 2022

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

 

was fasziniert uns so an Sätzen wie „Im Unerkundbaren kommen wir einander nah“ von Ilse Aichinger, ‚der Blauen Frau‘ in Antje Rávik-Strubels gleichnamigem Roman – ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2021 – in den Mund gelegt. Keine Rezension, die ihn nicht erwähnt hätte. „Das Schönste und Tiefste“, so Albert Einstein, sei das Geheimnisvolle. Doch wo begegnen wir ihm noch in einer Welt, in der alles ans Licht gezerrt wird. In der Arte-Doku „Die Schönheit des Geheimnisvollen“ (2021) über den genialen Allround-Künstler und Regisseur Robert Wilson antwortet der, in der Kunst. Vergleichbar mit Erotik im weitesten Sinne, zieht uns weniger an, was offen zutage liegt. Eher lässt uns aufhorchen, was wir zwar wahrnehmen, aber nicht zu fassen vermögen, vielmehr erahnen. Wir sind berührt, ohne es orten zu können. Das öffnet Innenräume, in denen uns Schwingungen in Bewegung bringen. Art Schwebezustand, der Fantasie, unsere Fähigkeit zur Imagination freisetzt, zugleich das Potenzial ungeahnter innerer Freiheit birgt. Es lohnt sich also im Zuge unseres Schreibens, die Erotik in solch umfassendem Sinne nicht außer Acht zu lassen. „Sie ist der wahre Inhalt des Lebens, alles andere ist nur Dekoration“. So Wilhelm Schmid in seiner Rezension des Kunstbands „Ars Erotica“ (1998). Lassen Sie sich davon inspirieren und von der Schönheit des Geheimnisses in den Bann ziehen. Betreten Sie Neuland und erkunden es. Wir wünschen wieder viel Freude dabei!

 

Herzlich

Fanger & Fanger   

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Januar 2022

 

Dies jahr eröffnet den Reigen der Poet's Gallery Präsentationen Rufus

Song mit seiner witzig-   spielerischen, virtuos erzählten Art Satire „Adam, Eva und der Baum der Erkenntnis“. Die ersten  Buch-Tipps* 2022: Wer noch eine Zeit lang im Weihnachtsmodus verweilen will, vertiefe sich in Jonathan Franzens breit angelegtes und brillant geschriebenes Familienepos „Crossroads“, in den 70ern spielend, der Beginn in der Vor- und Weihnachtszeit angesiedelt, aber auch Edgar Selges "Hast du uns endlich gefunden" lässt diese verheißungsvolle Zeit noch ein mal aufleben.  Wiederum erfrischend Fjodor M. Dostojewski: „Aufzeichnungen aus dem Untergrund in neuer Übersetzung. So schonungslos wie martialische Stimme eines von der Zivilisation angeekelten Antihelden und Exzentrikers. Gefolgt von Richard Powers mit seiner bemerkenswerten Vater-Sohn-Geschichte „Erstaunen“, auf über 300 Seiten packend nahegebracht, mit zahlreichen Referenzen auf  aktuelle Forschung in Ökologie, Neurowissenschaft, Astrobiologie. Zugleich ein Beitrag zur Diversity-Debatte, denn dieser Sohn leidet unter dem Asperger-Syndrom. Der Sachbuchtipp: “Spinnst du“ von Sonja Koppitz, die hier, bestens recherchiert, neueste Erkenntnisse über mögliche psychische Erkrankungen erhellt und dafür plädiert, diese – endlich – als normal anzusehen. Nicht zuletzt begeben wir uns zum Jahresbeginn mit dem Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer und seinem Essay "Sorry Cassandra! Warum wir unbelehrbar sind" auf die prophetischen Strukturen von Literatur und deren unerhörte Warnsignale. Und schnuppern Sie gerne mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19:00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns auf Facebook.

Dies jahr eröffnet den Reigen der Poet's Gallery Präsentationen Rufus Song mit seiner witzig-   spielerischen, virtuos erzählten Art Satire „Adam, Eva und der Baum der Erkenntnis“. Die ersten  Buch-Tipps* 2022: Wer noch eine Zeit lang im Weihnachtsmodus verweilen will, vertiefe sich in Jonathan Franzens breit angelegtes und brillant geschriebenes Familienepos „Crossroads“, in den 70ern spielend, der Beginn in der Vor- und Weihnachtszeit angesiedelt, aber auch Edgar Selges "Hast du uns endlich gefunden" lässt diese verheißungsvolle Zeit noch ein mal aufleben.  Wiederum erfrischend Fjodor M. Dostojewski: „Aufzeichnungen aus dem Untergrund in neuer Übersetzung. So schonungslos wie martialische Stimme eines von der Zivilisation angeekelten Antihelden und Exzentrikers. Gefolgt von Richard Powers mit seiner bemerkenswerten Vater-Sohn-Geschichte „Erstaunen“, auf über 300 Seiten packend nahegebracht, mit zahlreichen Referenzen auf  aktuelle Forschung in Ökologie, Neurowissenschaft, Astrobiologie. Zugleich ein Beitrag zur Diversity-Debatte, denn dieser Sohn leidet unter dem Asperger-Syndrom. Der Sachbuchtipp: “Spinnst du“ von Sonja Koppitz, die hier, bestens recherchiert, neueste Erkenntnisse über mögliche psychische Erkrankungen erhellt und dafür plädiert, diese – endlich – als normal anzusehen. Nicht zuletzt begeben wir uns zum Jahresbeginn mit dem Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer und seinem Essay "Sorry Cassandra! Warum wir unbelehrbar sind" auf die prophetischen Strukturen von Literatur und deren unerhörte Warnsignale. Und schnuppern Sie gerne mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19:00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns auf Facebook.

 

 

 

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Januar 2022

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

 

schon sind diese besonderen Tage zwischen den Jahren wieder vorbei. Viele von uns Schreibenden haben zum Motto „Raunächte“ Tagebuch geführt und sich umso eindringlicher in die magisch intonierten Energien dieser Zeit hineinbegeben. Die tiefreichenden Erfahrungen, die man dabei machen kann, jenseits von Plätzchenduft-Romantik und Bescherungsrummel, legen die Frage nahe, was vom Geheimnis der Weihnacht, dem sich nur wenige ganz verschließen können, gelingt uns hinüberzuretten ins neue Jahr, was von seiner Magie, uns zu erhalten. In seiner Essenz lehrt uns das Mysterium „Weihnachten“ im Grunde ja, dass nichts selbstverständlich, jede Geburt ein Wunder ist, worin zugleich die Wunde sprich Verwundbarkeit unserer Existenz als unausweichliche Wahrheit eingeschrieben ist.  Gerade jetzt, wo viele von uns erschöpft sind, müde, angesichts nicht enden wollender Corona-Warnungen mit seinen Mutanten und stets sich änderndem Maßnahmen-Katalog. Was also nehmen wir mit aus den von innen leuchtenden Tagen – vielleicht ja, dass das Glück, nach dem wir so begierig trachten, uns in jedem Augenblick geschenkt ist und außer unserer Offenheit dafür, keinerlei Anstrengung bedarf.

 Mit Janosch wünschen wir für 2022

 „Unzerstörbare Schönheit, eiserne Gesundheit und immer etwas Speck im Kistle!“

Herzlich

Fanger & Fanger   

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Neues aus unserer Website:

Dezember 2021 Alle Jahre wieder ... bestreitet „unser Mann für Weihnachten“, Hans Happel, die  Poet’s Gallery mit seinen immer subtilen, vielschichtigen Storys, so auch diesmal mit Caravela. Unsere Weihnachts-Buch-Tipps*: Wer endlich mal wieder eine Kunstausstellung besuchen möchte, sich jedoch im Zuge der Pandemie nicht traut, begebe sich z.B. in die großartige Werkschau der surrealistischen Künstlerin Meret Oppenheim, Mon exposition Bildband von beachtlicher Farbqualität und  Kunstgenuss par excellence. Außerdem die hohe Wellen schlagende, gleichwohl unter die Haut gehende Autobiografie Hast du uns endlich gefunden von Edgar Selge. Überdies drei weitere Sachbücher: Zauber & Trost in der dunkelsten Zeit des Jahres und auch sonst schenkt uns Bernd Brunner mit seinem Buch der Nacht in Sternen funkelnder Optik. Für all die typischen Übel, die Schreibtischtäter gelegentlich befallen mögen: Sie müssen den Schmerz ausatmen, hinreißend gezeichnet und getextet von dem bewährten Duo Moni Port/Philip Waechter. Last but not least das fulminante, soeben erschienene und jetzt schon Kultbuch: Barack Obama & Bruce Springsteen: Renegades Born in the USA. Träume • Mythen • Musik. Und schnuppern Sie gerne mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19:00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns auf Facebook. *Hier kann es aus organisatorischen Gründen zu Verzögerungen kommen, wofür wir um Verständnis bitten

 

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Dezember 2021

Träume verwirklichen sich nie, und kaum haben sie sich verflüchtigt, erkennen wir jäh, dass wir die größten Freuden unseres Lebens außerhalb der Wirklichkeit zu suchen haben. Kaum haben die Träume sich verflüchtigt, verzehren wir uns vor Sehnsucht nach der Zeit, da sie uns erfüllten. Natalia Ginzburg

 

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

was für eine Message – „Träume verwirklichen sich nie ...“ Und am Ende könnten wir nicht anders, als uns vor Sehnsucht nach ihnen zu verzehren. Und doch scheint etwas dran, dass wir den größten Freuden eher „außerhalb der Wirklichkeit“ begegnen. In diesen Sphären des Dazwischen, wo noch nichts festgelegt, alles offen und noch von keiner Wirklichkeit verstellt ist. In diesem transparenten Fluidum, angefüllt mit Ahnungen und Analogien, mit Klängen und Duft, mit stillen Versprechen und  beredtem Schweigen. Zartes Gewirk aus Glaube, Hoffnung und kühner Gewissheit.

 

Nach Henry Miller* steht [h]inter jeder Schöpfung ... der Glaube, der sie trägt. Wie ein Bogen. Begeisterung ist gar nichts: Sie kommt und geht. Aber wenn man glaubt, dann geschieht das Wunder. Glaube hat nichts zu tun mit Profiten; wenn überhaupt, dann hat er mit Propheten zu tun. Menschen, die wissen und glauben, können in die Zukunft sehen. Sie wollen nichts über - sie wollen etwas unter uns ziehen. Sie wollen unseren Träumen festen Halt geben. Die Welt wird nicht in Gang gehalten, weil sie ein Geschäftsunternehmen ist. (Gott verdient bei der Sache nicht einen Cent.) Die Welt läuft weiter, weil einige Menschen in jeder Generation vorbehaltlos an sie glauben, sie unbestritten hinnehmen; sie unterschreiben sie mit ihrem Leben. In dem Kampf, den sie sich selbstverständlich machen müssen, werden sie zu Musikern; indem sie die misstönenden Elemente des Lebens in sich aufnehmen, verweben sie sie zu einem harmonischen und sinnvollen Muster *In „The Air-Conditioned Nightmare

Verweben auch wir darin, Zeile um Zeile, unsere Fäden ...

Wir wünschen einen stimmungsvollen Ausklang des Jahres, bleiben Sie behütet!

Herzlich

Fanger & Fanger   

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Neues aus unserer Website:

November 2021 Lassen Sie sich diesmal in der Poet’s Gallery von Reinhard Glüers  Der frisch gebackene Hausmann überraschen, der auf seine ganz eigene Weise die Gender-Debatte erweitert. Unsere Buchtipps zur Monatsmitte*: Hanne Ørstavik: Ti amo. Geschichte von der Wucht einer Liebe, die nicht sein darf, und dafür umso heftiger entbrennt. Lassen Sie sich zudem von Britta Habekosts Ausnahme-Krimi Stadt der Mörder in das Paris der Surrealisten entführen, wo dieser angesiedelt ist – tödlich und riskant. In Voices FOR FUTURE! wollen wir Ihnen taxemenow vorstellen,   Zusammenschluss von Millionär*innen, die sich für mehr Steuergerechtigkeit und die Wiederaufnahme der Vermögenssteuer für Millionen- und Millardenvermögen einsetzen. Zu empfehlen weiterhin Last Storys aus dem Frühstücksraum“, Edition schreibfertig.com No 2. Neu! Und schnuppern Sie gerne mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19:.00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns auf Facebook.

 

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Mit dem monatlich erscheinenden Newsletter geben wir Ihnen Proviant mit auf den Weg. „Lust am Text“ unser bewährtes Motto. Die Wegzehrung soll unsere Motivation wider die Anfechtungen des Alltags aufrechterhalten und Kraft spenden, neben all den Herausforderungen am Ball zu bleiben. Schreiben stellt schließlich immer auch ein Abenteuer dar. Neugier und Enthusiasmus, unbekanntes Terrain - packen wir es an

November 2021

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

 

wie, mag sich derzeit mancher fragen, soll das Neue in die Welt  kommen, bei allenthalben unvereinbaren Positionen. Darüber hinaus evolutionsbiologisch ausgerichtet auf dualistische Systeme, in denen unser Denken in den Kategorien entweder/oder festsitzt. Doch sind wir gerade Zeuge dessen, dass festgefahrene Denk- und Verhaltensmuster ins Wanken geraten. Das Denken in Gegensätzen hat sich als Falle erwiesen, führt allenfalls zur Entzweiung, was derzeit auch im politischen Diskurs angekommen zu sein scheint. Zunehmend werden nicht nur dort Forderungen laut, dem Sowohl als auch Rechnung zu tragen, das auf Möglichkeiten, statt Aporien, verweist.  Einfach mal die Blickrichtung wechseln. Durchlässig werden, sich auf das andere einlassen. Das führt noch nicht zu einer Lösung, bringt jedoch Bewegung  hinein. Und mit Glück wird dabei eine Dynamik entfacht, die unsere Fantasie entzündet, Ideen freisetzt, mit denen keiner gerechnet hätte. Wirkungsweise, wie sie allen kreativen Prozessen zugrunde liegt, so auch der Lyrik. Und da kommt bei einem Gedicht von Jürgen Becker (*1932) unter dem Titel „Autobahnring“ bereits in den 70ern schon mal zur Sprache, was wir keineswegs damit in Verbindung gebracht  hätten: „Hochblickend, die Kette der Kraniche, / sie wechselt gerade die Keilspitze aus, /die Flugrichtung bleibt, die Geschwindigkeit/ ändert sich nicht, einige schreien, dann/ schreien andere, die Kette entfernt sich zwischen/ den Städten, die still sind in der Luft.“ Aber dichten wir selbst, dichten wir wohl, lassen wir uns inspirieren und geben unsrer Freiheit Raum!f

Herzlich

Fanger & Fanger   

schreibfertig.com    

Oktober 2021

Passend zum bunten Oktober beglückt uns Britta Haarmann  in der  Poet’s Gallery mit ihrer wunderbar wirbeligen, quicklebendigen Regenbogenrutsche, Fantastische Geschichte nach allen Regeln der Kunst. UnsePre Buchtipps zur Monatsmitte*:Paolo CognettiDas Glück des Wolfes, eine Geschichte von der Gebirgswelt, vom Suchen und Finden, von der Liebe und der Sehnsucht nach erfülltem Leben.  Außerdem von Marion Karausche: Der leere Platz. Bemerkenswertes Debüt, in dem erzählt wird, wie das Leben einer glücklichen Familie im Zuge der schleichend sich bemerkbar machenden Schizophrenie ihres Sohnes aus den Fugen gerät. Infrage gestellt wird dabei zugleich, inwieweit Schizophrenie Sammelbegriff für andere Wahrheiten ist, die aus dem rationalen Diskurs ausgegrenzt werden, jedoch durchaus ihre Berechtigung haben, was den Betroffenen umso mehr zum Verhängnis wird. Zu empfehlen weiterhin Last Storys aus dem FrühstücksraumEdition schreibfertig.com No2Neu!Und schnuppern Sie gerne mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19:.00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns aufFacebook

 

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Oktober 2021

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

Deutschland hat gewählt. Volkes Stimme am Tag eins danach bot eine bunte Palette zwischen Jubel bei den Wahlgewinnern,  Abscheu, Empörung, Frust und Angst um die Zukunft bei all denjenigen, die ihre Hoffnungen enttäuscht sahen. Doch gleich, zu welchem Lager wir uns zählen mögen, gehen wir dabei davon aus zu wissen, was richtig und falsch sei, sowie von der Annahme, dass die Welt, die Menschen und ihre Belange kalkulierbar wären. Dem treten der Astrophysiker Harald Lesch und der Theologe Thomas Schwarz mit ihrem gemeinsamen Buch Unberechenbar entschieden entgegen. Infrage stellen sie dabei die „Grundgleichung des Technikwahnsinns [...]: berechenbarer = beherrschbarer = besser“ – man denke an all die Hochrechnungen – und plädieren für ein Miteinander, in dem man Fehler machen, sich irren, ja auch scheitern und nicht zuletzt die Dinge spielerisch angehen darf. Eine Welt, in der man „Widersprüche aushält, anstatt alles zu normieren.“ Nicht das Perfekte bringt uns weiter.  Vielmehr ist es das Unvorhergesehene, das uns überrascht und neue Horizonte erschließen lässt. Nehmen wir den Satz Hannah Ahrendts hinzu: „Wo Menschen zusammenkommen, muss man mit Wundern rechnen“, und schließen uns mit den vielen zusammen, die längst aufgebrochen sind, neue Wege in eine Zukunft für alle zu ebnen, und mit Enthusiasmus und Engagement Verantwortung übernehmen. Auch darüber lässt sich schreiben!  * Herder Verlag 2020

Herzlich

Fanger & Fanger   

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September 2021

Diesen September überrascht uns Sabine Bellmund in der  Poet’s Gallery mit ihrer Science-Fiction-Story Chaos in Raum 17 mit der verblüffenden Zukunftsperspektive der Vertreter eines technokratischen Planeten auf die Menschheit einst auf Erden. Unser Buchtipp zur Monatsmitte*: Jo Lendle, Eine Art Familie, deren Geschichte sich vom Kaiserreich über Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit spannt. Im Hinblick auf die Bundestagswahl legen wir Ihnen Voices FOR FUTUREvon schreibfertig.com, Handeln JETZT! – Zeit ist unser knappstes Gutans Herz. Siehe dazu hin auch unseren Blog, worin es um "Schreiben & Leben mit Pandemie" geht. Mit unserem Sachbuchtipp begeben wir uns mit dem bereits in der DDR unbequemen Umweltschützer Ernst Paul Dörfler Aufs Land. Wege aus Klimakrise, Monokultur und Konsumzwang, wo er Perspektiven aufzeigt, ein freieres, umwelt- und klimafreundlicheres Zusammenleben zu gestalten. Zu empfehlen weiterhin Last Storys aus dem FrühstücksraumEdition schreibfertig.com No2. Neu! Und schnuppern Sie einfach mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19:.00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns aufFacebook*Hier kann es aus organisatorischen Gründen zu Verzögerungen kommen, wofür wir um Verständnis bitten.         

 

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September 2021

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

der Sommer geht zur Neige und auch die Sommerzeit wird sich Ende Oktober wieder verabschieden, um der Winterzeit die Regie zu überlassen. Sommer und Winter bilden die großen Achsen im Jahreskreis. Frühling und Herbst fungieren dazu weniger als Gegenpole als vielmehr die Zeit dazwischen, in der das Alte dabei ist, sich zu verabschieden, ohne dass das Neue in Sichtweite scheint. Ebenso unterscheiden wir zwar Sommer- und Winterklamotten, tragen jedoch in Frühling und Herbst Übergangsmantel. „Zwischenräume“, lässt uns die japanische Malerin Miwa Ogasawara wissen*, ist es, was sie beim Malen suche. „Zwischenräume,die Zeit zwischen Vergangenheit und Zukunft, das ist mein großes Interesse.“ Dabei liegt ihr daran, den Menschen beim Betrachten ihrer Bilder Zeit für „die Nuancen dazwischen“ zu gewähren, dabei den Blick auf das Dazwischen von Vergangenheit und Zukunft zu richten und das noch unfertige, im Werden begriffene Jetzt in Augenschein zu nehmen, das damit umso höhere Produktivität freisetzen mag. Ebenso wie Texte, deren Aussagekraft eher zwischen den Zeilen aufscheint, uns stärker berühren und tiefer treffen können. Die Analogie funktioniert auch auf der Gefühlsebene, wo wir im Alltag, mehr als von den großen Gefühlen Liebe und Hass, von gemischten Gefühlen beherrscht werden, die uns, nicht wissend, wohin die Reise geht, in Schach halten. Erkunden wir in diesem Sinne nun also Zwischenräume, schreiben wir darüber – wir wünschen wieder viel Spaß dabei* DLF Kultur, Im Gespräch, 27.08.2021

Herzlich

Fanger & Fanger   

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Aktuell im August 2021

In diesem August bestreitet  Irene Thiele mit ihrer etwas anderen, von Melancholie und Selbstironie getragenen Liebesgeschichte "Lieber Schatz" die Poet’s Gallery.  Unser Buchtipp zur Monatsmitte (ab19.08.)Matthias Lohre: Der kühnste Plan seit MenschengedenkenErzählt wird die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte, wo der Protagonist, seines Zeichens Architekt in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, den Plan der Verbindung Europas und Afrikas zu einem Superkontinent verfolgt. In Voices FOR FUTURE! ein Buch, das endlich mit dem Mythos aufräumt, dass Wirtschafts- und Finanzpolitik für Nichteingeweihte nicht verständlich sei, von Wolfgang KesslerMacht Wirtschaft! Ökonomie verstehen und verändern, mit einem Vorwort von Heribert Prantl. Zu empfehlen weiterhin unsere Anthologien „Geschichten aus dem Frühstücksraum“  Edition schreibfertig. com No 1 sowie Last Storys aus dem FrühstücksraumEdition schreibfertig.com No2. Neu! Und schnuppern Sie einfach mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19:.00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns auf Facebook. 

*Hier kann es aus organisatorischen Gründen zu Verzögerungen kommen, wofür wir um Verständnis bitten.      

 

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Mit dem monatlich erscheinenden Newsletter geben wir Ihnen Proviant mit auf den Weg. „Lust am Text“ unser bewährtes Motto. Die Wegzehrung soll unsere Motivation wider die Anfechtungen des Alltags aufrechterhalten und Kraft spenden, neben all den Herausforderungen am Ball zu bleiben. Schreiben stellt schließlich immer auch ein Abenteuer dar. Neugier und Enthusiasmus, unbekanntes Terrain - packen wir es an

August 2021

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

als Individuen verändern wir uns beständig. Hinzu kommen indes im Zuge der Pandemie die rasant sich beschleunigenden Prozesse kollektiven Wandels. Tückisch nur, dass man selbst nur bedingt in der Lage ist, sich dessen bewusst zu sein. „Verstehen kann man das Leben rückwärts. Leben muss man es aber vorwärts“, wusste schon Søren Kierkegaard. Allenfalls im Nachhinein registrieren wir, dass wir nicht mehr dieselbe, derselbe, sind. Wandern wir in Gedanken zurück zum Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 und gehen einmal der Frage nach, was sich in unserem Bewusstsein seither verändert hat. Wie haben sich die Fäden der Textur unseres Lebens im Schreiben verschoben oder verzerrt. Wo sind sie gerissen. Welche bislang nicht gekannten Farben und Nuancen haben sich neu darin verwoben und in uns ihre Spuren hinterlassen. Inwiefern hat sich das Verhältnis zu unseren Lebenspartnern, zwischen Eltern und Kindern, Alt und Jung verändert, wie zu unseren Freunden, Nachbarn, Bekannten.

Wie reagieren wir auf diese Zeiten des Umbruchs historischen Ausmaßes mit ihren brüchigen Gewissheiten. Welcher Strategien bedarf es, uns dagegen zu wappnen und in unsere Kraft zu kommen, diesen Wandel mitzutragen. 

Schreiben wir darüber– viel Spaß dabei! 

Herzlich

Fanger & Fanger   

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Aktuell im Juli 2021

 

Die Poet’s Gallery bestreitet im Juli Petra Thelen mit ihrer poetischen Miniatur „Sinkflug“,  einer kurzen Geschichte zwischen Lebenslust und Todessehnsucht.  Unser Buchtipp zur MonatsmitteDana Gricorcea: Die nicht sterben,einer bemerkenswerten Variante des Bram Stokerschen Dracula-Mythos‘, zugleich Allegorie auf das Rumänien unter dem diktatorischen Regime Ceaușescus  – wortgewaltig, spannend, dabei überaus unterhaltsam! Unter dem vielversprechenden Titel Schreibtisch mit Aussicht wiederum versammeln sich 20 Schriftstellerinnen-Portraits, zusammengetragen von der verdienten Zeitredakteurin Ilka Piepgras, die einen fesselnden Einblick in die unterschiedlichen Strategien von Frauen gewähren, Zeit und Raum fürs Schreiben zu kapern. Zu empfehlen weiterhin unsere Anthologien „Geschichten aus dem Frühstücksraum“  Edition schreibfertig. com No 1 sowie Last Storys aus dem Frühstücksraum,Edition schreibfertig.com No2.  Neu!Und schnuppern Sie einfach malrein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs,19:.00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns aufFacebook. 

*Hier kann es aus organisatorischen Gründen zu Verzögerungen kommen, wofür wir um Verständnis bitten.       

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

als Individuen verändern wir uns beständig. Hinzu kommen indes im Zuge der Pandemie die rasant sich beschleunigenden Prozesse kollektiven Wandels. Tückisch nur, dass man selbst nur bedingt in der Lage ist, sich dessen bewusst zu sein. „Verstehen kann man das Leben rückwärts. Leben muss man es aber vorwärts“, wusste schon Søren Kierkegaard. Allenfalls im Nachhinein registrieren wir, dass wir nicht mehr dieselbe, derselbe, sind. Wandern wir in Gedanken zurück zum Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 und gehen einmal der Frage nach, was sich in unserem Bewusstsein seither verändert hat. Wie haben sich die Fäden der Textur unseres Lebens im Schreiben verschoben oder verzerrt. Wo sind sie gerissen. Welche bislang nicht gekannten Farben und Nuancen haben sich neu darin verwoben und in uns ihre Spuren hinterlassen. Inwiefern hat sich das Verhältnis zu unseren Lebenspartnern, zwischen Eltern und Kindern, Alt und Jung verändert, wie zu unseren Freunden, Nachbarn, Bekannten.

Wie reagieren wir auf diese Zeiten des Umbruchs historischen Ausmaßes mit ihren brüchigen Gewissheiten. Welcher Strategien bedarf es, uns dagegen zu wappnen und in unsere Kraft zu kommen, diesen Wandel mitzutragen. Schreiben wir darüber– viel Spaß dabei!   

 

Herzlich

Fanger & Fanger   

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Aktuell im Juni 2021

 

Die Poet's Gallerybestreitet im Juni Jürgen Schöneichmit "Rebirthing" ,einer so lebendig wie mitreißenden Story.  Unser Buchtippzur Monatsmitte* der neue Roman von Anna Baar: Nil, der um das Erinnern und die Frage kreist, inwieweit Fiktion bewahrheiten kann. Überdies Gabriele von Arnim: Das Leben ist ein vorübergehender Zustand, bewegendes Buch über das Leben schlechthin an der Grenze des Tragbaren. Zum 80. Geburtstag des Literatur-Nobelpreisträgers Bob Dylan die Anthologie Look Out Kid, hrsg. v. Maik Brüggemeyer, mit Autoren, wie Frank Schulz, Michael Köhlmeyer, Frank Goosen und Benedict Wells.  Außerdem Jochen Hörisch: "Hände":Ein Muss für alle, die mehr über die Bedeutung der Hand in soziokultureller, historischer wie ökonomischer, künstlerischer und nicht zuletzt weltreligiöser Hinsicht erfahren wollen Last Storys  aus dem Frühstücksraum,Edition schreibfertig.com No 2.  Und schnuppern Sie einfach mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19-21 Uhr. Last but not least: Besuchen Sie die Online Lesung im Rahmen der SuedLese von HartmutFanger mit Elmar Dot, Hanna Dunkel und Klaus Landahlam 10. Juni, 18:30 Uhr 

 

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Juni 2021

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

der gefeierte englische, indessen 96 Jahre alte Ausnahmeregisseur Peter Brook schreibt in einem Essay, das sich eigentlich dem Einsatz von Masken im Theater widmet, sich jedoch aus heutiger Sicht wie ein Kommentar zur Debatte um das Weiter nach der Pandemie liest: Wir sind in einem solchen Repertoire gefangen, dass wir selbst dann, wenn ein Teil von uns es möchte, über eine bestimmte Grenze hinaus unsere Augen nicht öffnen, unsere Brauen nicht runzeln und unsere Münder und Wangen nicht bewegen können. Und auf einmal haben wir die Fähigkeit, es zu tun: wir öffnen unsere Augen weiter und heben unsere Brauen höher, als wir das je zuvor getan haben ..Indessen hungern wir danach, das Leben zu feiern, wollen unsere alte Normalität zurück. Doch einfach so weiter wie bisher, wäre es nicht eine vertane Chance für eine neue Normalität, in der, anstelle Gewinnmaximierung, die Erhaltung unseres Lebensraums Priorität hat. Rufen wir uns einmal den kultischen Ursprung der Maske ins Gedächtnis zurück, geprägt vom Changieren zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, dem was sie preisgibt und dem, was sie verbirgt. Gemeinsam ist jenen und den medizinischen Masken, dass sie einerseits Schutz gewähren, wir dabei zugleich aber auch ein Stück weit unserer Individualität verlustig gehen. Die Frage stellt sich, ob mit dieser Erschütterung unseres Selbstverständnisses nicht auch etwa die Eröffnung eines neuen Denkraums gewonnen wäre, in dem wir vielleicht nicht ‚auf einmal’, aber doch nach und nach ‚unsere Augen weiter öffnen ... als wir das je zuvor getan haben ...’ Halten wir diesen spannenden Prozess fest in der Schrift! 

*Zitiert nach Mareen Stoessel Die Welt trägt Maske, DLF, Essay und Diskurs, 30.05.2021

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Fanger & Fanger   

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Aktuell im Mai 2021

Die Poet’s Gallery bestreitet im Mai Mariam Salehizadeh mit ihrer poetischen Miniatur BlattnachrichtenUnser Buchtipp  zur Monatsmitte* Jochen Schmidt: Ich weiß noch, wie King Kong starb. Ein Florilegium, vergnügliche Sammlung verspielter Geschichten, Kurzprosa voll überraschender Wendungen, luftig wie eine Brise im Mai. Überdies die jüngst erschienene Anthologie der Hamburger Autorenvereinigung  mit Texten zu Corona Bleiben Sie negativ, herausgegeben von Sabine Witt .In Voices for FutureElif Shafak: Hört einander zu!, aufrüttelnder Essayband über die Spaltung der Gesellschaft und die von Geschichten ausgehende Kraft, diese zu überwinden. Zu empfehlen weiterhin Last Storys aus dem FrühstücksraumEdition schreibfertig.com No und Geschichten aus dem FrühstücksraumEdition schreibfertig.com No 1Und schnuppern Sie einfach mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19:.00-21:00 Uhr. 

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Mai 2021

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

„Ich möchte gehört werden. Wenn all das vorbei ist, möchte ich in einer Welt leben, in der ich gehört werde“*, lautete eine der Antworten auf die Frage „Wie soll sich die Welt verändert haben, wenn all das vorbei ist“, geschrieben auf eines der Holzschilder, auf dem Höhepunkt der Pandemie in englischen Parks aufgestellt. Bürger nutzten dies, ihr Statement abzugeben. Aus diesem Appell sprechen Trauer und Resignation, aber auch Anklage. Zugleich Ausdruck der Ohnmacht vieler angesichts des Zustands einer fragmentierten, zersplitterten Welt, in der in den letzten Jahrzehnten die Spaltung der Gesellschaft rasant vorangeschritten ist, wo der Einzelne und die Geschichte, die er zu erzählen hätte, immer weniger Gehör findet. „Geschichten führen uns zusammen. Nicht erzählte Geschichten trennen uns“, so die türkische Schriftstellerin Elif Shafak. Und immer schon ist das An- und Zuhören Grundvoraussetzung für das Zustandekommen einer solchen gewesen. Umso mehr sind wir als Schreibende aufgefordert, unserem Alltag die Geschichten abzulauschen, wo Menschen darum ringen, sich Gehör zu verschaffen, dabei scheitern, zu Fall kommen, wieder aufstehen oder aber innehalten, Ruhe finden inmitten des Sturms. Die Palette an Möglichkeiten ist unermesslich. Hört einander zu!  ist deshalb mehr  als ein Appell, vielmehr eine Haltung, die es zu kultivieren gilt. Tun wir dies, hören wir genau hin und nicht auf damit, Geschichten zu erzählen.

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*Die Zitate entstammen dem Essay-Band Elif Shafak: Hört einander zu!Kein & Aber AG Zürich – Berlin 2021

Aktuell im April 2021

Die Poet’s Gallery bestreitet im April Birgit Jennerjahn-Hakenes  mit einem Auszug aus ihrem Romandebut  Zeit verteilt auf alle Wunden.  Unser Buchtipp zur MonatsmitteMarica Bodrožić: Pantherzeit. Vom Innenmaß der Dinge,  so poetisch wie von Empathie getragene Bestandsaufnahme vom Zustand einer im Wandel begriffenen Welt. Unser SachbuchtippMichael Maar: Die Schlange im Wolfspelz. Das Geheimnis großer Literatur, ein Muss für alle, die schreiben und es wissen wollen, darüber hinaus Lesevergnügen erster Güte. Unser Gedichtbandstille trommeln von Ulla Hahn. „Neue Gedichte aus zwanzig Jahren“, die die Autorin allesamt während ihrer vier großen Romane verfasst hat. Zu empfehlen weiterhin unsere Anthologien "Geschichten aus dem Frühstücksraum" Edition schreibfertig.com No. sowie der neueste Band  "Last Storys aus dem Frühstücksraum", Edition schreibfertig.com No 2.  Neu! Unsere Online-Seminare gegen Ende des MonatsUnd schnuppern Sie einfach mal rein in die Offene Schreibgruppe per SkypeImmer mittwochs, 19:.00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns auf Facebook.

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April 2021

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

„das zweite Ostern in der Pandemie“ hört man allenthalben. Ausgerechnetjetzt, wo der Frühling Fahrt aufnimmt, die Feiertage anstehen, droht so mancher, den Mut sinken zu lassen. Statt Lockerungen, steht uns eher ein harter Lockdown ins Haus. In der Politik Ratlosigkeit, kein Plan erkennbar. Wie damit klarkommen. Wir als Schreibende suchen nach Inspiration in der Poesie Marica Bodrožićs zum Beispiel. Aber auch in den essayistischen Beiträgen von Carolin Emcke. Was beide verbindet, ist der Blick über den eigenen Tellerrand, das Bewusstsein, dass diese Pandemie nur global zu bewältigen ist. Dass die ökologische und die Corona-Krise zusammenhängen. Dass das dadurch verursachte Leid die armen Länder und die Armen in den reichen Ländern am härtesten trifft. Dass wir hier in Deutschland einerseits auf hohem Niveau klagen und es zugleich an der Zeit ist, auch unserer Trauer Raum zu gewähren, wie von Carolin Emcke postuliert. Trauer angesichts so vieler zerstörter Existenzen undHoffnungen, Empathie all denen gegenüber, die unwiederbringliche Verluste erlitten haben. In dem Maß, wie wir aufhören, um uns selbst zu kreisen – ob im Politischen, ob im Persönlichen –,sondern auch das Leid der anderen in Augenschein nehmen und lindern helfen, werden wir am Ende daran gewachsen sein. Einmal mehr unser Appell: Schreiben wir über diese aufregende Zeit! 

fanger & fanger  schreibfertig.com

*Marica Bodrožić: Pantherzeit. Vom Innenmaß der Dinge. Otto Müller Verlag, Salzburg 2021

*Carolin Emcke: Journal. Tagebuch in Zeiten der Pandemie. S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main  2021

Aktuell im März 2021

Die Poet’s Gallery bestreitet im März Myriam Kunze mit einem Auszug aus ihrem Roman „Das weiße Land im Osten“, so handlungsreich wie spannend. Unser Buchtipp zur Monatsmitteder neuste Roman von T.C. Boyle: „Sprich mit mir“, der auf zum Teil drastische Weise auf die prekäre Situation von Affen als Versuchskaninchen der Wissenschaft  aufmerksam macht. Für junge Leser stellen wir diesen Monat mit „Das Leben ist hart“ von Lili Aschoff vor, ein ‚Benimm- und Reisebuch durch die wilde Jugend’ – so subversiv wie provokativ. Zu empfehlen weiterhin unsere Anthologien "Geschichten aus dem Frühstücksraum" Edition schreibfertig.com No. sowie der neueste Band  "Last Storys aus dem Frühstücksraum", Edition schreibfertig.com No 2. Neu! Unsere Online-Seminare gegen Ende des MonatsUnd schnuppern Sie einfach malrein in die Offene Schreibgruppe per Skype.Immer mittwochs, 19:.00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns auf Facebook *Hier kann es aus organisatorischen Gründen zu Verzögerungen kommen, wofür wir um Verständnis bitten. 

 

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März 2021

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

entgegen der nicht zu leugnenden Tatsache, dass Kulturschaffende zusehends an den Rand gedrängt sind, ihnen, wenn auch nicht laut ausgesprochen, der Stempel „NICHT SYSTEMRELEVANT“ anhaftet, wollen wir hier die Stimmen zu Gehör bringen, die sich dem beharrlich widersetzen. So etwa Herta Müller, die immer schon der Literatur zugeschrieben hat,  Antworten auf die Frage „Wie geht das Leben“ parat zu haben. Von ihr auch der Ausspruch „Das Gebet der Gottlosen ist die Lyrik“, womit sie ihr eine spirituelle Dimension angedeihen lässt. „Literatur behütet, ohne zu lügen“ und „Trösten, ohne zu täuschen, das ist das Versprechen der Kunst“ verlautbart sie gegen Ende eines Gesprächs im Maxim Gorki Theater Berlin*. Konstantin Wecker wiederum beruft sich auf Georg Kreisler**, der warnte, dass ‚wer Kunst versäume, nicht nur einen wichtigen Teil seines Lebens verschenke, sondern auch der Tendenz zu mehr Gewaltbereitschaft Vorschub leiste’. Hier wiederum wird der Kunst die Funktion von Gewaltprävention zuerkannt. Und wer einmal am eigenen Leib die entlastende Wirkung kreativen Schaffens erfahren hat, das stets Distanz zu dem einnimmt, was uns belastet, und den Blick weitet, wird dem nur zustimmen. Deshalb umso mehr und umso dringlicher: weiter lesen, -forschen, -infrage stellen und aufschreiben!

Es lebe die Kunst!  

Herzlich

Fanger & Fanger   

schreibfertig.com    

Aktuell im Februar 2021

Die Poet’s Gallery bestreitet im Februar Manja Kernke mit„Mein Laden“, wo es zu einer so heiklen wie am Ende versöhnlichen Begegnung kommt, enthalten in unserer neuen Anthologie „Last Storys aus dem FrühstücksraumEdition schreibfertig.com No2Unser Buchtipp zur Monatsmitte*: „TREUE“des italienischen Autors Marco Missiroli, der mit diesem Roman 2019 den begehrten Literaturpreis Premio Strega Giovanni gewann. Facettenreich verhandelt werden hier Fragen nach der Treue zu sich selbst, zum Partner, zum Leben und nicht zuletzt die Liebe zu der Metropole Mailand. Unser Sachbuchtipp diesmal das Werk des Grünen-Politikers Robert Habeck: „Von hier an anders“ – so aktuell wie brisant. Was wird sich mit Corona auf politischer Ebene ändern müssen. Drängende Fragen, die Habeck differenziert durchdekliniert, lösungsorientiert und Mut machend. Für Jung & Alt von vier bis 99 empfehlen wir das von Stefano Di Christofaro und Paul Pereda reizend illustrierte Gedicht von Kitty O’Meara; „und die Menschen blieben zu Hause“. Neu!UnsereOnline-Seminaregegen Ende des MonatsUnd schnuppern Sie einfach mal rein in die Offene Schreibgruppe per Skype. Immer mittwochs, 19:.00-21:00 Uhr. Folgen Sie uns aufFacebook.

 

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Februar 2021

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

in einer der letzten Kultursendungen von „ttt – titel, thesen , temperamente“ äußerte sich Max Mohr angesichts der gesteigerten Zuneigung der Deutschen zum Hund im Zuge  der Corona-Krise, dass eines ‚klar’ sei: „ Alle Schriftsteller, das wissen wir, sitzen zur Zeit an ihren Corona-Romanen. Und das ist natürlich die nächste große Gefahr, die nach den Corona Wellen kommt: die Welle der Corona- Literatur. Und ich weiß schon jetzt, welcher Satz da besonders häufig zu lesen sein wird. Der Satz, der immer stimmt. Der Satz der Sätze: „ ... und irgendwo bellte ein Hund“. Und tatsächlich bildete auch in mancher unserer Offenen Schreibgruppen immer wieder  Corona den Mittelpunkt.  Gerade mal ein Jahr ist es her, dass zum ersten Mal ein Mensch in Deutschland positiv auf Corona getestet wurde.  Gestehen wir es uns ein, das Thema wird uns noch eine Weile beschäftigen. Doch vielleicht haben  auch wir in dieser Zeit des langen Lockdowns  unsere Zuneigung zum Hund entdeckt. Schreiben wir darüber. Gehen wir dabei ruhig von Moors ‚Satz der Sätze’ aus: „... und irgendwo bellte ein Hund“. 

Viel Spaß und bleiben Sie heiter! 

Herzlich

Fanger & Fanger   

schreibfertig.com    

Aktuell im Januar 2021

Neues aus unserer Website:

Die Poet’s Gallery bestreitet im Januar Barbara Rossi mit „Winterlieben“, wo all das mit dem Winter verbundene, für uns so nicht mehr ohne Weiteres erlebbare Glück noch einmal  zur Sprache kommt, enthaltenin unserer neuen Anthologie Last Storys aus dem FrühstücksraumEditionschreibfertig.com No2 inklusive Blog: „Gedanken zum  Corona- Virus“Fortsetzung unserer Geschichten aus dem Frühstücksraum“. Unser Buchtipp  zur Monatsmitte*  „DICHT- Aufzeichnungen einer Tagediebin“ von Stefanie Sargnagel, die laut Elfriede Jelinek hiermit ‚einen neuen Ton in der Literatur’ getroffen hat. Des Weiteren unser SachbuchtippLeonard Cohen So Long. Ein Leben in Gesprächen“, in denen es u.a. über seine Lieder, aber auch viel über Literatur geht. Neu! Testen Sie kostenfrei im Home-Office unsere Offene SchreibgruppeGeben Sie uns bei Interesse Bescheid, dann erhalten Sie die Unterlagen. Und folgen Sie uns auf Facebook*Hier kann es aus organisatorischen Gründen zu Verzögerungen kommen, wofür wir um Verständnis bitten.

 

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Januar 2021

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

wer gerne schreibt, der liest auch gern. Romane, Gedichte, Sachbücher – alles. Die beste Schule des Schreibens ist lesen, lesen, lesen.  Nicht zuletzt kommt dieses Vergnügen auch immer wieder in Literaturen zur Sprache. So in dem kürzlich erschienen Roman „Oberkampf“  von Hilmar Klute, den wir im November/Dezember bereits als Buchtipp vorgestellt hatten. Hier schildert der Autor, welche Bücher sein Protagonist in Situationen bevorzugt, ‚wenn er an sich selbst zweifelte oder nicht weiter wusste’. Mit ihm streifen wir dann zum Beispiel an einer Stelle durch ‚Kafkas Tagebücher mit vielfarbigen Anstrichen und Kreisen um einzelne Wörter und Sätze’. Vielleicht verfügen auch Sie in Ihrem Regal über derart bearbeitete Bücher.  Nehmen Sie sich diese gern noch einmal vor und lassen sich einmal mehr von Ihren Markierungen inspirieren. Genauso gut können Sie natürlich erneut eines ihrer Lieblingsbücher zur Hand nehmen und nach Textstellen Ausschau halten, die Sie berühren. Wir sind im Zuge eines solchen Verfahrens auf Folgendes aus Kafkas Tagebüchern aus dem Jahre 1921, also vor exakt 100 Jahren, gestoßen: 

"Es ist sehr gut denkbar, dass die Herrlichkeit des Lebens um jeden und immer in ihrer ganzen Fülle bereit liegt, aber verhängt, in der Tiefe, unsichtbar, sehr weit. Aber sie liegt dort, nicht feindselig, nicht widerwillig, nicht taub. Ruft man sie mit dem richtigen Wort, beim richtigen Namen, dann kommt sie. Das ist das Wesen der Zauberei, die nicht schafft, sondern ruft."

Stöbern Sie also in Ihrem eigenen Büchervorrat oder halten Sie sich an obiges Zitat, was immer Ihnen einen Schreibimpuls gibt, greifen Sie es auf und schreiben Sie fort. In diesem Sinne ein durchweg inspirierendes neues Jahr 2021!

Herzlich

Fanger & Fanger   

schreibfertig.com    

Newsletter Dezember 2020

Neues aus unserer Website

Die Poet’s Gallery bestreitet – in bewährter Tradition – im Dezember Hans Happel mit seiner „Weihnachtsgeschichte 2020“ – nachdenklich und hoffnungsstiftend zugleich. Unser Buchtippzur Monatsmitte*: Die Novelletten von Gerhard Stadelmaier: „Don Giovanni fährt Taxi“, worin der einstige Theaterkritiker von der „Bühne des Alltags“ nicht ohne Sinn für deren skurrile Poesie erzählt. Des Weiteren „Goethes Elefanten“ von Oliver Matuschek. Schon viel wurde über Goethes Schaffenskraft und dessen naturwissenschaftliche Erkenntnisse publiziert. Weniger bekannt hingegen ist bislang sein Interesse an Dickhäutern – dafür aber ungemein lesenswert. Besuchen Sie außerdem unseren Blog, wo wir fünf Bücher zu Weihnachtenund für die Tage zwischen den Jahren empfehlen. Lassen Sie sich überraschen. Neu!Testen Sie kostenfreiim Home-Office unsereOffene Schreibgruppe. Geben Sie uns bei Interesse Bescheid, dann erhalten Sie die Unterlagen. Und folgen Sie uns aufFacebook. Soeben erschienen: „Last Storys aus dem Frühstücksraum“, Edition schreibfertig No 2Fortsetzung unserer „Geschichten aus dem Frühstücksraum“. Ab sofort im Buchhandel erhältlich! .  Mehr ...

 

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Dozember 2020

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

 

die Präambel des 1953 erstmals erschienenen Romanklassikers „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury enthält ein Zitat von Juan Ramón Jiménez: „Wenn man dir liniertes Papier gibt, schreibe quer über die Zeilen“. Zweifellos ein Appell, sich von äußeren Zwängen und

Anordnungen loszusagen, sich davon freizusprechen. Umso mehr im Hinblick auf eine antidemokratische Gesellschaft, wie Bradbury sie uns in besagtem Klassiker nahebringt. Wo Bücher verbrannt werden, weil sie für das System eine Gefahr darstellen. Was sagt uns das heute.

Elektronische Dateien etwa verfügen über ein festes Schema, dem sich die schreibende Zunft am PC nur allzu leicht unterworfen hat. Dabei haben jüngste Forschungen ergeben, dass das freie Schreiben mit der Hand nicht nur die Kreativität, sondern auch die Fähigkeit zu denken fördert. Unsere Empfehlung daher für die Zeit zwischen den Jahren: Verzichten wir auf technische Hilfsmittel. Schreiben wir einmal wieder mit der Hand und spüren dabei der Verbindung zum Körper nach. Körpersprache und Sprachkörper gehen dabei eine Liaison ein, die zu erforschen sich lohnt.

 

Herzlich

Fanger & Fanger   

schreibfertig.com    

Aktuell im November 2020

Neues aus unserer Website:

Die Poet’s Gallery bestreitet diesmal Lena Vollmer mit der Kindheitserinnerung,  „Oma Dorn“, aus der Perspektive zweier Elfjähriger, lebensnah und pointiert. Unsere Buchtipps zur Monatsmitte*: „Schwitters“ von Ulrike Draesner, erhellende Autofiktion über den Maler, Dichter und Initiator von Dada in Hannover. Des Weiteren Hilmar Klute“Oberkampf“, wo der Lebenstraum eines Autors in Paris im Zuge eines Terrorangriffs ins Wanken gerät, von frappierender Aktualität. Dem November geschuldet, die erlesene Anthologie „Tod“ in Text und Bild, Claudia Gehrke, Stephanie Sellier(Hg.),  sowie nicht nur für jüngste Leser die einfühlsame Fantasy-Erzählung von Katja Fink, “Klara und Tom im Zauberwald“. Besuchen Sie außerdem unseren Blog: Fridays For Future im Bann von Corona. Neu!  Testen Sie kostenfrei iim Home-Office unsere Offene Schreibgruppe. Geben Sie uns bei Interesse Bescheid, dann erhalten Sie die Unterlagen. Und folgen Sie uns auf Facebook.  Soeben erschienen: „Last Storys aus dem Frühstücksraum“, Edition schreibfertig No 2Fortsetzung unserer „Geschichten aus dem Frühstücksraum“Ab sofort im Buchhandel erhältlich!*Hier kann es derzeit aus organisatorischen Gründen zu Verzögerungen kommen, wofür wir um Verständnis bitten. 

 

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November 2020

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

düster mutet dieser November an mit seinen dunklen Tagen und nun dem Stillstand all dessen, was Farbe ins Leben bringt – Kultur, Freunde treffen, auf ein Bier oder Essen gehen. Doch gerade die schreibende Zunft sollte jetzt nicht klagen. Halten wir uns an den englischen Romantiker John Keats und den von ihm geprägten Begriff „negative capability“, deutsch „negative Befähigung“, und akzeptieren die Tatsache, dass wir die Welt in ihrer Komplexität nur unzulänglich zu erfassen in der Lage sind. Gerade jetzt, im zunehmenden Engpass der Pandemie, wird es uns schmerzhaft bewusst. Weil uns eben dies zugleich aber auch befähigt, den eigenen begrenzten Horizont immer wieder zu überschreiten, Neues in Augenschein zu nehmen, postuliert Yeats besagte „negative capability“ als Haltung, die er jedem großen Denker, Dichter oder Autor zuschreibt.  Der US-amerikanische Lyriker Robert Lax (1925-2000) drückt es so aus: 

das le/ben/be/rich/tigt/sich/selbst/gib/ihm/eine/chance/nimm/was/

kommt /gib/was/du/kannst

Schreiben wir also ...

Herzlich

Fanger & Fanger   

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Aktuell im Oktober 2020

Neues aus unserer Website:

Die Poet’s Gallery bestreitet im Oktober die Pianistin, Musikpädagogin und Autorin Katja Fink mit „Klara und Tom im Zauberwald“ – feinsinnige Fantasy-Geschichte für Jung & Alt. Unsere Buchtipps zur Monatsmitte*: „Ein Mann der Kunst“ von Kristof Magnusson, satirisch angelegter Roman, der von der Konfrontation von Kunstliebhabern aus gesetteltem Mittelstand mit exzentrischer Künstlernatur lebt – Lesevergnügen erster Güte. Unser Sachbuchtipp! beschäftigt sich diesmal mit „Glaube ja, Kirche nein? Warum sich Kirche verändern muss“ von dem Schauspieler, Musiker, Moderator und, allem voran, Theologen Julian Sengelmann   Appell, neben althergebrachter Tradition, endlich auch mutig neue Wege zu beschreiten. Besuchen Sie außerdem unseren Blog:Fridays For Future im Bann von CoronaNeu!  Testen Sie kostenfrei im Home-Office unsere Offene Schreibgruppe. Geben Sie uns per Telefon oder Mail Bescheid, dann erhalten Sie die Unterlagen. Vielleicht inspiriert es Sie ja, mal in eine Skypegruppe reinzuschnuppern, oder auch künftig mit uns zuhause Ihrer „Lust am Text“ zu frönen. Und folgen Sie uns auf Facebook. Soeben erschienen: „Last Storys aus dem Frühstücksraum“Edition schreibfertig No 2Fortsetzung unserer „Geschichten aus dem Frühstücksraum“Ab sofort im Buchhandel erhältlich!

*Hier kann es derzeit aus organisatorischen Gründen zu Verzögerungen kommen, wofür wir um Verständnis bitten.

 

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Oktober 2020

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

iim achten Jahrhundert n. Chr., unter Karl dem Großen, galt der Oktober anlässlich der Weinlese als  Weinmonat. Wein – als hochstehendes Kulturgut kommt  er in Literatur und Dichtung seit der Antike zur Sprache. Kuchen und Wein zur Stärkung von Leib und Seele bringt etwa Rotkäppchen ihrer Großmutter. Die Elegie Brot und Weinwiederum, eines der bedeutendsten Gedichte Hölderlins, das gleichsam als Schlüssel zu seinem Gesamtwerk fungiert,  huldigt neben dem griechischen Götterhimmel dem Dionysos, Weingott der griechischen Mythologie und Gott der dichterischen Inspiration. Wobei bei Hölderlin am Ende ein großzügiger Gott dem Menschen Brot und Wein als Zeichen des Trostes und seiner Gegenwart gewährt. Brot und Wein fungiert damit zugleich als Sinnbild, das verschiedene Lesarten zulässt. Wir hingegen legen den Fokus auf die dichterische Inspiration und empfehlen zur poetischen Nachahmung Friederike Mayröckers eines Lebensabschnittes Bestandsaufnahme: in meinem Tornister/ein Thymianstämmchen/zwei Münzen/ein stumpfer Bleistift/zerknitterte Notizen/Keksbrösel/eine grüne Wäscheklammer/die Visitkarte einer japanischen Germanistin/ein zerbrochener kleiner Kamm/Dalís Ameisen auf einem verschatteten Notenblatt   für Emi Neckamm

Wir wünschen wieder viel Spaß dabei!    fanger  & fanger schreibfertig.com

Aktuell im September 2020

Neues aus unserer Website:

Die Poet’s Gallery bestreitet im September Christa Hilscher mit "Tego" “ – trostreich ausgesponnene Zukunftsvision des Alters, wo humanoide Roboter uns das Leben erleichtern, einfühlsam und stets zur Stelle.  Unsere Buchtipps zur Monatsmitte: Erlesene Kürzest- und Kurzgeschichten von der in Amerika gefeierten Kultautorin Amy Hempel unter dem so kurzen wie vielversprechenden Titel „Sing“.  Die Sachbuchempfehlung gilt dem Geheimnis der Zahl, ihrem Nutzen und ihrer Magie: Albrecht Beutelspacher, „Null, unendlich und die wilde 13“. Voices FOR FUTURE! huldigt einer unseres Erachtens unbedingt zukunftsträchtigen Haltung: „Spleen Royal“ von Tania Kibermanis, einer so Herz erwärmenden wie überzeugenden Hommage an alle Exzentriker und passionierte Nonkonformisten, die beharrlich auf die bunte Vielfalt des Lebens bestehen. Besuchen Sie außerdem unseren neuen Blog: Friday For Future im Bann von Corona. Mischen Sie mit! Neu!  Testen Sie kostenfrei im Home-Office unsere Offene Schreibgruppe mit Autobiografischem,Literarisch-Kreativem Schreiben, Kreativitätstraining für Autoren und solche, die es werden wollen. Unter „Aktuell“ finden Sie die Downloads dazu. Einfach mal reinschnuppern. Vielleicht inspiriert es Sie ja, bei einer Skypegruppe mitzumachen, oder sich auch künftig von uns inspirieren zu lassen, zuhause Ihrer „Lust am Text“ zu frönen. Und folgen Sie uns auf Facebook. 

 

Wegzehrung

NEWSLETTERwww. schreibfertig.com Kleinefeine Schreibschule für Jung & Alt

Mit dem monatlich erscheinenden Newsletter geben wir Ihnen Proviant mit auf den Weg. „Lust am Text“ unser bewährtes Motto. Die Wegzehrung soll unsere Motivation wider die Anfechtungen des Alltags aufrechterhalten und Kraft spenden, neben all den Herausforderungen am Ball zu bleiben. Schreiben stellt schließlich immer auch ein Abenteuer dar. Neugier und Enthusiasmus, unbekanntes Terrain - packen wir es an

September 2020

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

 „wir schauen nach vorn“ wird  gern propagiert, das hat was, zugleich gerinnt es aber auch leicht zum Dogma und Klischee. Die Medien wiederum huldigen zurecht dem Blick zurück – auch das leider oft inflationär, ‚auf allen Kanälen’, man kann es dann schnell nicht mehr hören. Nicht so bei den Beatles, an die derzeit anlässlich des 60. Jahrestags, wo sie im Hamburger Indra auf St.-Pauli ihren ersten Auftritt hatten, immer wieder erinnert wird. Zwei Jahre sollte es noch dauern, bis sie mit „Love me do“ von Lennon & McCartney ihren Durchbruch feiern konnten und innerhalb weniger Jahre die Welt revolutionierten – mit Musik , Liebes- und Friedensbotschaften, „All you need is Love“, „Give Peace a Chance“. Vier Jungs aus Liverpool, aus einfachen Verhältnissen stammend, die die Welt veränderten, sie aus Verkrustungen und Verhärtungen freisangen, Leichtigkeit, Spiel und Humor hineinbrachten – We all live in a yellow Submarine“. Nicht zu vergessen, aber auch tiefgründige Spiritualität – „Let it be“. Impulse, ganz unerwartet, weil die Zeit dafür reif war. Zugleich ein Phänomen, das Hoffnung stiftet. was in diese Richtung noch alles auf uns zukommen könnte. Lassen wir uns überraschen, träumen wir davon und – natürlich: Schreiben wir darüber!

 

Wir wünschen wieder viel Spaß dabei!   fanger  & fanger schreibfertig.com

Aktuell im August 2020

Neues aus unserer Website

Die Poet’s Gallery bestreitet im August Ava Nitsche mit ihrer so überraschenden wie zum Nachdenken anregenden Geschichte „Es sind nicht alle lustig, die tanzen“. Unsere Buchtipps diesmal der neue Roman des politisch engagierten und in Lateinamerika gefeierten Autors Martín CaparrósVäterland“, der uns, nicht ohne satirischen Biss, inmitten eines von Korruption und Wahlmanipulation geprägtes Argentinien der dreißiger Jahre entführt. Im Sachbuch entdecken wir „Das wilde Leben der Vögel“ von Walter A. Sontag, der uns buchstäblich die Augen öffnet für den faszinierenden Kosmos der Vogelwelt. In FuturJETZT! wiederumstellen wir das neue Buch des französischen Wirtschaftswissenschaftlers  Thomas Piketty mit dem Titel „Kapital und Ideologie“ vor, worin er eine globale Geschichte der Ungleichheit aufzeigt und zugleich für eine Neuregelung unserer Besitzverhältnisse plädiert.  Und wir lassen auch im August nicht locker und legen Ihnen unsere Geschichten aus dem Frühstücksraum (Erna R. Fanger & Hartmut Fanger Hg.) ans Herz. Lesen Sie des Weiteren unseren Blog mit „Gedanken zum Corona-Virus“. Mischen Sie sich ein! 

Neu! Unsere Offene Schreibgruppe mit Autobiografischem,Literarisch-Kreativem Schreiben, Kreativitätstraining für Autoren und solche, die es werden wollen, tagt auch in diesem Monat mittwochs angesichts der Pandemie per Videokonferenz. Machen Sie mit, melden Sie sich an. Erfahrungsberichte finden sich auf der Seite Wir unserer Website unter dem Link Andere über uns. Besuchen Sie uns zudem auf Facebook. 

 

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August 2020

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte, 

 „Wer weise genug ist, zu Hause zu bleiben, wird in der Stadt bei verdünntem Straßenverkehr, lauschig verlassenen Grünanlagen, nicht überfüllten Gasthäusern und ihre Aggressionslust ausschwitzender Mitbürger den Monat August erholsam finden.“  Man könnte meinen, hier wird der August im Lockdown beschrieben. Doch weit gefehlt, stammt der Ausspruch von dem vielseitigen Autor und Journalisten, Flaneur und Sprachkünstler Gregor von Rezzori (1914-1998) und war wohl auf den August als Ferienmonat gemünzt. Auch jetzt sind Ferien. Leider verbunden mit Hotspots und steigender Zahl von Infizierten. Wie damit umgehen. Was für Geschichten mögen sich derzeit abspielen an den Stränden, in den Biergärten, wie geht es auf den Flughäfen zu? Was für Erfahrungen machen wir?  Eine Herausforderung. Zugleich spüren wir weiterhin Sonne auf unserer Haut, atmen den Duft feuchten Grases nach einem Sommerregen oder den einer Wiese bei brütender Hitze, erspähen die violette oder blaue Blütenfarbe des Storchschnabels. Kontraste, die sich geradezu anbieten, darüber zu schreiben. 

Wir wünschen wieder viel Spaß dabei!          fanger & fanger schreibfertig.com

Aktuell im Juli 2020

Die Offene Schreibgruppe geht Online

Erleben Sie uns aus weiter Entfernung ganz nah .. .  

Zurzeit auf Skype, Zoom und Google-meet folgen

Neu! Die Offene Schreibgruppe trifft sich via Videokonferenz. Besuchen Se unsere Seite Seminar / Offene Schreibgruppe Hamburgum mehr zu erfahren

 

Neues aus unserer Website: 

Unter dem sinnfälligen Titel Erinnerungen an Corona“antizipiert Jutta Weckermann in der Poet’s Gallery nicht ohne erzählerische Raffinesse die Zeit danach. Unsere Buchtipps: „Offene See“ von Benjamin Myers– in Großbritannien gefeierter Coming of Age-Roman, überdies lesbar als „Die unwürdige Greisin“ reloaded. Bewegend wiederum erzählt Georges-Arthur Goldschmidt – Deutscher jüdischer Abstammung – in Nachexil“ von den nie ganz heilenden Wunden im Zuge von Vertreibung und Flucht unter dem NS-Regime als Elfjähriger. Und in FuturJETZT! knüpfen wir an den letzten Satz des Vormonats an und folgen der groß angelegten „Einladung“ der preisgekrönten Politökonomin Maja Göpel “Unsere Welt neu denken Lesen Sie des Weiteren unseren Blog mit „Gedanken zum Corona-Virus“. Mischen Sie sich ein und teilen Sie Ihre Eindrücke mit uns. Nach wie vor eine Empfehlung: Geschichten aus dem Frühstücksraum (Erna R. Fanger & Hartmut Fanger Hg.). Neu! Unsere Offene Schreibgruppe mit Autobiografischem,Literarisch-Kreativem Schreiben, Kreativitätstraining für Autoren und solche, die es werden wollen, tagt auch in diesem Monat mittwochs angesichts der Pandemie per Videokonferenz. Machen Sie mit, melden Sie sich an. Erfahrungsberichte finden sich auf der Seite Wir unserer Website unter dem Link Andere über uns. Besuchen Sie uns zudem auf Facebook.          

 

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Juli 2020

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

wer schreibt, bezieht immer auch Stellung zur Gegenwart, in der er lebt. Spannend in Umbruchszeiten wie diesen. Claudia Kempfert, eine der führenden Wissenschaftler*innen  für Energie- und Klimaökonomie rät in dem jüngst erschienen „Mondays for Future“, freitags zu demonstrieren, samstags zu diskutieren und sich montags an die Arbeit zu machen. Ihr Appell: „Das Umsteuern ist in greifbarer Nähe. Wir sind an einem Wendepunkt. Jetzt besteht die Chance für einen echten Wandel.“ Jeder ist gefordert. Dirk Steffens, der bekannte Tierfilmer, warnt in „Über Leben. Zukunftsfrage Artensterben: Wie wir die Ökokrise überwinden“ gemeinsam mit dem Wissenschaftsjournalisten Fritz Haberkuß eindringlich davor, dem Rechnung zu tragen. Geschätzt 150 Arten täglich sterben aus, wird es nicht gestoppt, drohen wir selbst mit auszusterben. Sie fordern, der Natur juristisch festgelegte Rechte einzuräumen. Nicht zuletzt ist auch hier das Veto der Zivilgesellschaft gefragt.

Für die, die schreiben, ist Literatur das Mittel erster Wahl, Welten zu erschaffen, wie wir sie uns erträumen, oder eben all das zur Sprache zu bringen, was uns daran hindert. Literatur wird die Welt nicht retten. „Aber“, so Herta Müller,* „ sie kann – und sei es im Nachhinein – durch Sprache eine Wahrheit erfinden, die zeigt, was in und um uns herum passiert, wenn die Werte entgleisen.“

*Aus der Rede zur Verleihung des Literaturnobelpreises 2009 

In diesem Sinne also: Weiterschreiben, unbedingt!   

Herzlich

Fanger & Fanger   

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Aktuelles im Juni 2020

Neues aus unserer Website:

Was ist wichtig“fragt Sabine Müllerin ihrem Beitrag für die Poet’s Galleryin dem es um das geht, was uns alle in Zeiten von Corona bewegt. Nicht zuletzt die Beziehung zu einem nahen Verwandten, wie in ihrem vorangestellten Kurztext „Mutter“so berührend zur Sprache gebracht. Unsere Buchtippdiesmal: der Roman „Der FreundvonSigrid Nunez, innerhalb kürzester Zeit zum Kultbuch avanciert und ein Muss, für alle die selber schreiben. Barbara Schirmacherwiederum bringt in ihrem jüngst erschienen Lyrik-Band „Lieben gelernt noch einmal von vorn“ den Prozess existenziellen Ringens um Lebendigkeit und erfülltes Dasein in poetischer Bildersprache nahe. In den Reportagen „Irrland“ gewährt die preisgekrönte Journalistin Margrit Sprecherin packender Manier gekonnten Storytellings Einblick in Spiegel- und Zerrbilder gesellschaftlichen Zusammenlebens rund um den Globus. „Power to the People“von Georg Diez  und Emanuel Heisenberg zeigt Chancen auf zur Erneuerung der Demokratie durch Digitalisierung. Und in FuturJETZT !halten wir uns einmal mehr vor Augen: „Das Neue ist längst da“. Lesen Sie des Weiteren unseren Blog mit „Gedanken zum Corona-Virus“. Mischen Sie sich ein und teilen Sie Ihre Eindrücke mit uns. Nach wie vor eine Empfehlung: „Geschichten aus dem Frühstücksraum“ (Erna R. Fanger & Hartmut Fanger Hg.). Neu! Unsere Offene Schreibgruppe mit Autobiografischem,Literarisch-Kreativem Schreiben, Kreativitätstraining für Autoren und solche, die es werden wollen, tagt auch in diesem Monat mittwochs angesichts der Pandemie per Videokonferenz. Machen Sie mit, melden Sie sich an. Erfahrungsberichte finden sich auf der Seite Wirunserer Website unter dem Link Andere über uns. Besuchen Sie uns zudem auf Facebook.

 

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Juni 2020

              

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

viele treibt indessen die Frage um, wie geht es nach Corona weiter. Jetzt, nachdem ein Virus uns im Brennglas die Schwachstellen im globalen Weltengetriebe offenbart hat. So mancher wünscht sich sein ‚altes Leben‘ zurück. Doch die Zäsur, die uns gesetzt ist, und damit einhergehende Forderungen nach einer neuen gemeinsamen Ausrichtung in jedwedem Bereich, eröffnet zugleich Möglichkeiten, die Welt neu zu denken und uns die Frage zu stellen: Im Rahmen welcher Abhängigkeiten bewegen wir uns, was hat sich im Zuge dessen als tragfähig erwiesen. So betrachtet, inspirieren die uns aufoktroyierten Beschränkungen zugleich eine neue Freiheit. Die Freiheit zum Beispiel, das bislang ‚Alternativlose‘, neu zu denken – Stichwort Mauerfall. Wagen wir es doch einmal zu träumen von einer Welt, wie die Astronauten sie uns beschrieben haben, ohne nationale Grenzen. Erträumen wir uns die Welt in unserer Fantasie, schreiben wir sie neu und anders. Etwa nach dem Motto Leonard Cohens: „Doch es lag eine Ahnung von Freiheit und Chancenreichtum in der Luft“.

Schreiben und träumen Sie wohl!                 

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fanger & fanger   

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Aktuell im Mai 2020

Die Offene Schreibgruppe geht Online

Erleben Sie uns aus weiter Entfernung ganz nah .. .  

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Neu! Die Offene Schreibgruppe trifft sich via Videokonferenz. Besuchen Se unsere Seite Seminar / Offene Schreibgruppe Hamburgum mehr zu erfahren

Neues aus unserer Website:

Die Poet’s Gallery bestreitet im Mai Beate Berkhan mit ihrem bemerkenswerten Erinnerungstext „Fotografisches Gedächtnis“, der, so leicht daherkommend, zugleich Tiefe evoziert und sinnfällig mit Zeiten der aktuellen Corona-Krise kontrastiert. Unsere Buchtipps: Der Roman Nagel im Himmel“ von Patrick Hofmann mit der so mitreißenden wie spannenden Geschichteines Mathematik-Genies. Überdies das Art Vermächtnis „Letzte Erzählungen“ aus dem Nachlass des großen britischen Schriftstellers William Trevor, in dem er ein letztes Mal vielschichtig den Alltag seiner Figuren erhellt, den Leser mit unerwarteten Wendungen immer wieder überrascht. Noch einmal soll der Roman „Das Gewicht der Worte“ von Pascal Mercier zur Geltung kommenbesonders für Schreibende ein Gewinn. Zum 85. Geburtstag Sarah Kirscherscheint aus dem Nachlass gerade rechtzeitig der Lyrik-Band „Freie Verse“ mit bislang 19 unveröffentlichten Gedichten, die die Büchner-Preisträgerin von einer noch weitgehend unbekannten Seite zeigen. Lesen Sie des Weiteren unseren Blog mit „Gedanken zum Corona-Virus. Mischen Sie sich ein und teilen Sie Ihre Eindrücke mit uns. Nach wie vor eine Empfehlung: Geschichten aus dem Frühstücksraum“ (Erna R. Fanger & Hartmut Fanger Hg.) Unsere Offene Schreibgruppe mit Autobiografischem,Literarisch-Kreativem Schreiben, Kreativitätstraining für Autoren und solche, die es werden wollen, tagt auch in diesem Monat mittwochs angesichts der Pandemie per Videokonferenz. Und zwar bundesweit. Machen Sie mit, melden Sie sich an. Erfahrungsberichtefinden sich auf der Seite Wir unserer Website unter dem Link Andere über uns. Besuchen Sie uns zudem auf Facebook.

 

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Mai 2020

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

schon witzig, sprechen wir von der Menschheit als „Krone der Schöpfung“, heißt der Virus, der seit Wochen alles durcheinanderwirbelt, ausgerechnet „Corona“ und sagt uns den Kampf an. Konzepte, Theorien und Meinungen prasseln auf uns hernieder und stiften eher Verwirrung, als dass sie Orientierung böten. Umso mehr ist indessen ein jeder auf sich selbst zurückgeworfen. Corona schlägt Wunden. Zugleich eine so noch nie dagewesene Gelegenheit, notgedrungen in sich zu gehen, sich auf die eigene innere Stimme zu fokussieren, Selbstverantwortung zu übernehmen. Wahrlich eine Herausforderung, wenn im Kollektiv Dauererregung herrscht. Doch lauschen wir der Sprache nach, zielt die Wunde auf das Wunder ab. Nicht selten empfindet, wer einmal von Krankheit darnieder geworfen war und wieder genesen ist, dies genau so: Es grenzt an ein Wunder. Schreiben Sie es herbei, lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf: „Nicht müde werden/sondern dem Wunder/leise/ wie einem Vogel/die Hand hinhalten  Hilde Domin (1909-2006)

Viel Spaß und bleiben Sie heiter! 

fanger & fanger   

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Aktuell im April 2020

 

Neues aus unserer Website: 

Die Poet’s Gallery bestreitet im April Barbara Schirmacher mit drei Texten aus ihrem soeben erschienenen Gedichtband „Lieben gelernt noch einmal von vorn“ – ein Kleinod, kunstvoll illustriert von Marion Molter. Unsere BuchtippsDer Roman Das Gewicht der Worte“ von Pascal Mercier, der, aller Kritik aus der Hoheit des Literaturbetriebs zum Trotz, für Schreibende so manche Perle birgt, zumal im Hinblick auf die Wahrnehmung von Wort, Klang und Rhythmus der Sprache sowie der Liebe zu ihr. Auch in diesem Monat soll das Debüt von Julia Holbe, Unsere glücklichen Tage“ noch einmal zur Geltung kommen. Angesichts geschlossener Grenzen und Kontaktverbot willkommene Lektüre. Mit „Mitbringsel“ präsentiert Walle Sayer wieder um einen Lyrik-Band, der von feinsinnigen Alltagsbeobachtungen lebt, gewürzt mit Sprachwitz und nachsichtigem Humor – Sprachkunstwerke en miniature. Als Sachbuch nicht nur für die schreibende Zunft zu empfehlen ist das reichhaltige Werk Erste Sätze der Weltliteratur und was sie uns verraten“ von Peter-André Alt, so kenntnisreich wie lustvoll arrangiert. Lesen Sie des Weiteren unseren Blog mit „Gedanken zum Corona-Virus“. Mischen Sie sich ein und teilen Sie Ihre Eindrücke mit uns. Nach wie vor lesenswert: „Geschichten aus dem Frühstücksraum“ (Erna R. Fanger & Hartmut Fanger Hg.) Unsere Offene Schreibgruppe mit Autobiografischem,  Literarisch-Kreativem Schreiben, Kreativitätstraining für Autoren und solche, die es werden wollen, tagt in diesem Monat mittwochs angesichts der Pandemie nicht wie gehabt in der Pension Sonntag, sondern vorerst per Videokonferenz. Und zwar bundesweit. Darüber hinaus haben wir bereits Anfragen aus Kanada und Teneriffa. Die Organisation ist diesbezüglich jedoch noch nicht ganz abgeschlossen.  Wann es wieder weitergeht, entnehmen Sie unserer Website unter AktuellErfahrungsberichte finden sich auf der Seite Wir unserer Website unter dem Link Andere über uns. Besuchen Sie uns zudem auf Facebook

Gedanken zum Corona-Virus siehe unseren Blog

 

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April 2020

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

in 2020 treibt nicht nur der Frühling Blüten. An Vielfalt und Farbe, aber auch Schatten scheinbar unübertroffen, wuchern sie im Zuge des weltweiten Ausnahmezustands, wohin man schaut. Das versetzt uns in Aufruhr. Ihn zu unterdrücken, hilft wenig. Doch wenn wir dieses Gefühlschaos zu-, es durch uns hindurchgehen lassen, im Bewusstsein, dass wir damit nicht alleine sind, kann das kreatives Potenzial freisetzen, das unsere Widerstandskraft nährt und Gemeinsinn in den Vordergrund rückt. Das Gebot der Stunde ist zusammenzuhalten. Für die schreibende Zunft wiederum bietet sich eine einzigartige Chance, jetzt wachsam zu registrieren, was gerade geschieht. Dabei behalten wir im Auge, was tangiert überhaupt unsere Wahrnehmung, was lassen wir beiseite. Eben daraus setzt sich unsere ureigene Wirklichkeit zusammen. Und die ist jetzt gefragt. Wir wünschen wieder viel Spaß dabei!  

fanger & fanger   

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Aktuell im März 2020

Neues aus unserer Website: Die Poet’s Gallery bestreitet im März Irene Thiele mit ihrer Kürzestgeschichte „Stewardess ...“, voller Witz und einer gehörigen Portion Selbstironie. UnsereBuchtipps:Anlässlich des 250. Geburtstags „Friedrich Hölderlin. Bald sind wir aber Gesang“. Eine Auswahl von Navid Kermaniund damit ein besonderes Kleinod. Gefolgt noch einmal von dem Roman ewig her und gar nicht wahr“ vonMarina Frenk, eine Geschichte vom Aufbrechen, ohne Aussicht auf Ankunft – Debüt, das berührt. Ab 16. März (ET) Julia Holbegleichwohl mit ihrem Debut „Unsere glücklichen Tage“, eine Sommer- & Freundinnengeschichte, die bezaubert. Vermächtnis zwischen Eigensinn und poetischer Zartheit hinterlässt uns Wiglaf Droste mit „Tisch und Bett. Gedichte“. Last but not least der Erzählband„Lieberkühn“ vonGudrun Hammer, die ihre Figuren mit nachsichtigem Wohlwollen in ihren Schwächen und Stärken zur Sprache kommen lässt. Und auch diesen Monat legen wir Ihnen wieder „Geschichten aus dem Frühstücksraum“ (Erna R. Fanger & Hartmut Fanger Hg.) ans Herz.Ebenso tagt wie gehabt jedenMittwoch die Offene Schreibgruppe mit Autobiografischem,Literarisch-Kreativem Schreiben, Kreativitätstraining für Autoren und solche, die es werden wollen. Erfahrungsberichtefinden sich auf der Seite Wirunserer Website unter dem Link Andere über uns! Besuchen Sie uns zudem auf Facebook.

 

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März 2020

Liebe Schreibfreudige, Freunde & Interessierte,

das Schreiben in bewegten Zeiten birgt neben Effekten, auf die wir verzichten können, nicht selten auch unverhofft Chancen. Unsere Gewohnheiten werden durchkreuzt, Neuorientierung ist angesagt. Diese Energie können wir uns als Schreibende zunutze machen. Fokussieren wir uns gerade jetzt umso mehr auf all das, was uns nährt. Nährt im geistigen Sinne. Nehmen Sie sich einmal wöchentlich wechselnde Themen vor. Zum Beispiel zu verschiedenen Tageszeiten aus dem Fenster zu sehen und den Himmel zu betrachten. Sie werden staunen, was sich da tut. Früh morgens, wenn sich allmählich das Tageslicht ausbreitet, Vogelschwärme sich formieren, um ihre Futterstellen aufzusuchen. Stetig wechselnde Wolkenformationen, desgleichen wechselnde Nuancen an Schatten und Licht. Alles immer in Bewegung. Und dann bricht nach einem langen grauen Tag nachts mit einem Mal ein leuchtender Sichelmond durch die Wolkendecke, die Venus im Schlepptau. Lassen Sie sich davon in einem Ausmaß erfüllen, dass in diesem Augenblick nichts anderes mehr Gültigkeit hat. Schreiben Sie darüber. 

Wir wünschen wieder viel Spaß dabei!

Gedanken zum Corona Virus siehe unseren Blog

Herzlich

Fanger & Fanger   

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