Neun Jahre schreibfertig.com!

Dr. Erna R. Fanger und Hartmut Fanger MA

Seit über 25 Jahren erfolgreiche Dozenten für Kreatives und Literarisches Schreiben, Fernschule, Seminare, Lektorat

Newsletter Februar 2023

Neues aus unserer Website: Wir jubilieren! 10 Jahre schreibfertig!  Neue Wege 23, stehen indessen offen für alle, die uns folgen wollen: Nach wie vor formiert sich neben der Mittwochs- Gruppe eine Offene Schreibgruppe dienstags unter dem Motto Schreib dich in den Wandel – JETZT!. Weiteres zu unserem Schreibgruppenangebot auf unserer Startseite, demnächst Blog & Podcast. N.der Poet’s Gallery liefert Sonja Kittel frische Poesie & Prosa – Ausgehen an erster Stelle, gefolgt von Karneval und Deine Augen, einer Liebeserklärung. Unsere Buch-Tipps Mitte des Monats*: Begeben wir uns diesmal mit Willi Winkler, Herbstlicht, auf den Spuren Goethes nach Italien. Auf über 1300 Kilometern alten und neuen Pilgerpfaden zu Fuß erkundet er dabei deutsch-österreichisch-italienischen Kulturraum. In Voices FOR FUTURE! kommen unter dem gemeinsamen Motto „Pazifismus heißt gewaltfrei leben“** gleich zwei so differenzierte wie verantwortungsbewusste Stimmen zum Tragen wie die der preisgekrönten Schriftstellerin Daniela Dahn mit Im Krieg verlieren auch die Sieger sowie des Philosophieprofessors Olaf L. Müller mit PAZIFISMUS. Eine Verteidigung. *Hier kann es aus organisatorischen Gründen zu Verzögerungen kommen, wofür wir um Verständnis bitten. **https:// www.hanisauland.de/wissen/lexikon/grosses-lexikon/p/pazifismus.html

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Februar 2023

Ich schreibe wie der Wind/der mit der ruhigen Schrift/der Wolken schreibt ...

Aus: Inger Christensens Langgedicht, „Alphabeth“

 

Liebe Schreibfreudige, Freund:innen & Interessierte,

ATMEN, SCHREIBEN, LEBEN lautete Rilkes Credo. Atmen ist unser Ausgangspunkt. Hören wir auf zu atmen, hören wir auf zu leben, oder frei nach Michelangelo und tröstlicher, ‚wechseln wir die Räume‘. Wie viele Redewendungen allein rund um das Atmen prägen nicht unsere Sprache. So mancher atmet auf, wenn der Januar endlich vorbei ist und dem Februar mit seinem Licht, der ihm eigenen Leichtigkeit Platz macht. Spürbar länger die Tage, beschert er uns überdies mit der Faschingszeit Farbe und ungeahnte Freiheiten. Wir atmen durch, wenn wir in unsere Kraft kommen wollen. Außer Atem, atemlos, geraten wir nicht selten in Atemnot. Fällig ist dann eine Atempause, um zu verschnaufen, bevor es weitergeht im Takt, den der Alltag vorgibt. Verbunden mit dem Atem ist die Luft, ist der Wind, sind die Wolken. Damit steht der Atem wiederum eng in Verbindung mit der Inspiration, inspirare – einatmen, spirit – Geist. In dem schön anarchischen Bibelwort „Der Geist weht, wo er will“ fließt nun mit der Inspiration, die dem Menschen sozusagen den Geist einhaucht und dadurch seine Schöpfermacht entfacht, alles zusammen, was vom Atem initiiert wurde.

 

Leichter als Luft, flüchtig, den stets beweglichen Wolken gleich, ist die Poesie, die wie jede sprachliche Äußerung mit der Atmung einhergeht. Vom ersten Schrei an, den wir tun, bis zum letzten Atemzug, den wir aushauchen mögen, ist der Atem untrennbar mit unserer Stimme verbunden. Allen elementaren Lebensäußerungen geht der Atem voraus. Angefangen beim alltäglichen Sprechen, Tratschen, Plaudern und natürlich auch, wenn wir singen. Nicht zuletzt entlockt uns der Atem in Liebe und Sexualität manch‘ lustvollen Seufzer bis hin zum verzückten Schrei. ATMEN, SCHREIBEN, LEBEN. Greifen wir es auf, dies rilkesche Motto, und lassen uns davon inspirieren.

Viel Spaß dabei!

 

Herzlich, Ihre/Eure erf 

Fanger & Fanger   

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Januar 2023

Weil jeder Mensch aufgrund des Geborenseins ein initium, ein Anfang und Neuankömmling in dieser Welt ist,können Menschen Initiative ergreifen, Anfänger werden und Neues in Bewegung setzen. Hannah Arendt

 

Liebe Schreibfreudige, Freund:innen & Interessierte,

hinter uns die emotional aufgeladene Zeit zwischen den Jahren, die uns wie keine andere mit Sehnsüchten, Wünschen und Erinnerungen konfrontiert hat, flankiert von Engeln & Dämonen, für viele so niederschmetternd wie lichtvoll, erhaben und beglückend zugleich. Kurz, eine Zeit, die das Potenzial birgt, die Weichen für das Neue zu stellen, das nun vor uns liegt wie ein weißes Blatt Papier. Wie dem Januar „Zauber des Anfangs“ abtrotzen in Zeiten des Wandels wie diesen, wo alte Gewissheiten zusehends in Wanken geraten sind und niemand weiß, wie es weitergehen mag. Wer festhalten will an alten Wahrheiten, wird es jetzt nicht leicht haben. All diejenigen hingegen, die schon lange das Gefühl hatten, dass wir uns als Menschheit neu ausrichten müssen, um fortzubestehen, werden gerade diese Zeit nützen können, jetzt neue Wege zu gehen und endlich das in Angriff zu nehmen und in die Welt zu bringen, wofür sie immer schon einstehen wollten. Das heißt für alle Schreibende nicht zuletzt, auf den Prüfstand zu stellen, welchen Stellenwert wir unserem Schreiben einräumen wollen. Ob wir es weiterhin zulassen, „keine Zeit“ zu haben für das, was uns wirklich am Herzen liegt, es „unter ferner liefen“ zu verorten, anstatt es „an erste Stelle“ zu setzen. Von wem lassen wir uns in die Pflicht nehmen und es zu, dabei die Verpflichtung uns selbst gegenüber preiszugeben, das zu leben, was wir sind, wovon wir wissen, dass es uns erfüllt. Mögen wir daher im Sinne Hannah Arendts einmal mehr ‚Anfänger werden und Neues in Bewegung setzen.‘ Jede/r Einzelne ist dabei so willkommen wie gefragt! Happy Days in 2023,

 

Ihre/Eure erf

Fanger & Fanger   

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